Ein gemütliches und feines Jubiläumsfest ist Vergangenheit

Müde, aber glücklich, sitzt der OK-Präsident Res Aschwanden am frühen Sonntagnachmittag, nachdem alles ab- und aufgeräumt ist, mit einigen Helfern und OK-Mitgliedern beim Abschlussgetränk und zieht Bilanz: «ä gmögigs, gmüätlichs und feins Fescht isches gsi.» Alles hat wunderbar geklappt und allen begeisterten Musikfreunden konnten wir einen bunten Strauss von Melodien präsentieren.



des Musikanten Honorar, MGH Engi geniesst den Applaus nach ihren Darbietungen (Bilder: zvg)
des Musikanten Honorar, MGH Engi geniesst den Applaus nach ihren Darbietungen (Bilder: zvg)

Wirklich ein wahrer Genuss von Musikliteratur wurde an den beiden Fest-Tagen zum Besten gegeben. Die «Engeler» Musikanten konnten dabei trotz Helfereinsatz so richtig mitfeiern. Für das leibliche Wohl war auch bestens gesorgt, Crêpes, Würste, Pizzas und Selbstgebackenes füllten die hungrigen Bäuche und für ein Musikfest durfte natürlich auch das Flüssige nicht fehlen.

Donner und Blitz bei der Eröffnung

Am Freitag eröffnet die Jugendmusik Schwanden mit jugendlichen und fetzigen Klängen das Jubiläumsfest, nachdem Petrus mit Blitz und Donner den Startschuss gegeben hat (er scheint auch ein Musikant zu sein). Die Harmoniemusik Elm steht in Sachen schmissig und poppig der Jugendmusik keinesfalls hinten an, so überbringen sie nach einem tollen Jubiläumsständli zusammen mit der Coverband Dinner@Six und rockigen Klängen in einem Zusatzauftritt die Glückwünsche. Eben diese Coverband macht schliesslich den Abschluss des ersten Abends. Dass danach natürlich noch weiter gefeiert wurde und wie lange, dies entzieht sich dem Wissen des Schreiberlings!

Festakt kurz, Musikgenuss ausgedehnt

Am Samstag kommen nicht nur die Nachtschwärmer zu blasmusikalischen Genüssen. Bereits um 14.00 Uhr beginnt das grosse Spektakel in Sachen Musik. Die Sarganserländer Musikanten bürgen für hochstehende Klänge im böhmischen Stil und sie begeistern ab der ersten Note die vielen Zuhörer. Der Nachbarverein aus dem Grosstal, die Harmoniemusik Schwanden, übernimmt das Zepter nach den Sarganserländern. Auch ihre Musik reisst mit und so gleicht die AS Halle beim Bahnhof in Engi bald einem Hexenkessel der Musik. Dieser Eindruck verstärkt sich noch mehr, als die Jubilarin, die Musikgesellschaft Harmonie Engi, die Bühne betritt. Die «Engeler» geben zusammen mit dem Dirigenten Frits Damrow, («Jubiläumsdirigent») ihr musikalisches Können zum Besten. Beim Auftritt der MGH Engi werden die einzigen Ansprachen abgehalten. Den Reigen der Redner eröffnet die Präsidentin des Jubilaren Vereines, Livia Bortoluzzi. Die Gemeinde Glarus Süd vertritt Gemeinderat Hansueli Rhyner. Die Grüsse des Glarner Blasmusikverbandes überbringt dessen Präsident Andreas Michel, bevor kurz und prägnant schliesslich der Ständerat und AS-Direktor Mathias Zopfi die Glückwünsche der «Landesregierung» überbringt. Alle überbringen nebst anerkennenden Worten auch Geschenke. Dabei ist sicherlich das Originellste, das des Ständerates: wenn alles klappt, darf die MGH Engi, in Bundesbern den Parlamentariern ein Ständli überbringen und in der gleichaltrigen Wandelhalle unter der Bundeshauskuppel die Geschäfte der Parlamentarier verfolgen oder mindestens dessen Räume bewundern. Alle Gaben und Geschenke verdankt schliesslich der sichtlich gerührte OK-Präsident Res Aschwanden, der die Reden zum Jubiläum abrundet. Die Reden wurden immer wieder musikalisch umrahmt von der MGH Engi. Nach diversen Zugaben räumen diese die Bühne und machen der MP13 – ganz schön mährisch, Platz. Mit äusserst virtuosen Klängen verzaubern diese das Publikum erneut und so sieht man nur zufriedene Gesichter in der Halle. Darunter auch viele ehemalige Musikanten, Dirigenten, Präsidenten und Vorstandsmitglieder aus vergangenen Jahren, die dem Aufruf gefolgt waren, zusammen mit den heutigen Mitgliedern so richtig zu feiern. Den musikalischen Abschluss übernehmen die Big Band No Limits und bringen nochmals ein ganz anderer Musikstil ins Chlytal. All diese Musikformationen konnten dank Sponsoren, ganz ohne Eintritt, kostenlos genossen werden. Diesen sei von der MGH Engi ganz herzlich gedankt, dass dieses Jubiläum ein derart tolles Musikfest sein durfte.

Chronik

Ein Jubiläum ist eine gute Möglichkeit, um nochmals zurückzuschauen. Dies hat das Chronik-OK der MGH Engi intensiv an die Hand genommen. Dabei ist eine wunderbare Chronik entstanden, in der nun alles Wichtige, das verflossen ist, in Wort und Bild festgehalten wurde. Für jeden MGH Engi-Anhänger und Freund ein Muss in der Bibliothek seines Haushaltes. Den Chronisten sei auch da ganz herzlich gedankt für die grosse Arbeit. Das Fest gehört nun der Vergangenheit an, doch wer die Jubilarin, die MGH Engi, noch vermehrt im Jubiläumsjahr hören möchte, kann dies bereits am 23. Juni bei der Umrahmung des Gottesdienstes im Plattenberg, tun. Ebenfalls wird die MGH Engi den Nationalfeiertag musikalisch umrahmen. Alle Musikanten freuen sich auf zahlreiche Zuhörer und bedanken sich bei allen Mitwirkenden beim Jubiläum. «Äs isch äs gmögis, gmüätlichs, Fescht gsi».

für die MGH Engi der Tenorsaxer Hanspeter Klauser