Um 18:00 Uhr war es endlich soweit. Mit knapp einer halben Stunde Verspätung stand ich vor dem Eingang des Flughafens von Krakau und wurde als Mitglied des „Solidarity Express 2009“ herzlich empfangen. Dieser Express fand bereits im Vorjahr zum ersten Mal statt – zum 25 Jubiläum des Friedensnobelpreises von Lech Walesa. Auch in diesem Jahr nehmen rund 200 Jugendliche und Journalisten aus der ganzen Welt teil, darunter auch acht Schweizer und ich selber als einziger Glarner Journalist. Während einer Woche besuchen die Teilnehmer die Städte Krakau, Warschau und Danzig, besichtigen das Konzentrationslager Auschwitz oder treffen den oben erwähnten Nobelpreisträger.
Das ganze gipfelt am 1. September in der grossen Gedächnisfeier zum 70. Jahrestag des Ausbruchs des Zweiten Weltkriegs. Davon war ich jedoch noch weit entfernt als ich um Punkt 12.00 Uhr in die kleine Fokker 100 auf dem Flugplatz Kloten stieg. Seit zehn Jahren zum ersten Mal wieder in einem Flugzeug. Komisch früher schien mir das Fliegen ruhiger gewesen zu sein. Und auch die Geräusche klangen damals nicht ganz so unheimlich. Aber vielleicht lag es auch daran, dass ich viel zu viele Filme über Flugzeugabstürze gesehen habe und meine unter Nikotinmangel leidende Phantasie ein bisschen mit mir durchgegangen ist. Jedenfalls ich bin sicher angekommen und sitze nun in meinem Hotel – sogar mit Internetanschluss – und kann meinen ersten Eintrag schreiben. Leider kann ich nicht ausführlicher werden, da das Programm in Kürze mit der Besichtigung einer Salzmine weitergeht. Aber bald gibt es weitere Neuigkeiten und vor allem Bilder aus dem sonnigen Krakau.
Glarner Big Band Capric(h)orns begeistert mit «Christmas Special» im Fabriktheater Schwanden – ein voller Erfolg!


