Ein Glarner Ausnahmekönner

Die Medaillensammlung von Sepp Ruoss wird immer umfangreicher. Und es handelt sich dabei nicht um x-beliebige Medaillen, nein es handelt sich um Weltmeisterschaftsmedaillen. Sepp Ruoss, der Ausnahmekönner aus dem Glarnerland, sammelt WM-Titel bei den Longrange-Schützen in Serie. So auch dieses Jahr wieder an der WM in Brisbane.



Ein Glarner Ausnahmekönner

Eine Beteiligung an einer Weltmeisterschaft ist stets mit hohen Kosten verbunden und ohne Unterstützung von Sponsoren schlichtweg nicht möglich. So bedankte sich Sepp Ruoss bei seinen Sponsoren Autocenter Karl Flammer, Glarus, und Steinmann Heizungen, Schwanden, für die grosszügige Unterstützung. «Für mich und meine Frau Silvia sind diese Unterstützungen sehr wichtig und helfen uns, in dieser Sportart erfolgreich zu sein.» Und Erfolg haben die beiden, konnte doch Sepp an der diesjährigen WM wieder zweimal Gold und einmal Silber erringen. Seine Frau Silvia hatte dieses Jahr, nach einer längeren Verletzungspause, vor allem mit der Auslosung weniger Glück. Aber auch sie zählt zu den weltbesten Schützinnen in der Sparte Longrange-Gewehr.

Feier im engsten Freundeskreis

Vor einigen Tagen fand in der Schützenstube der Regio-Schiessanlage Glarus eine kleine Feier zu Ehren des neuen Weltmeisters statt. Dabei brachte es der Präsident der Glarner Beresina Grenadiere Werner Schindler auf den Punkt: «Sepp Ruoss ist ein absolutes Ausnahmetalent, der auch im Kreise seiner internationalen Konkurrenten als starker, aber fairer Gegner anerkannt wird. «Ruoss ist bekannt als «Tüftler», der vor allem in der Herstellung seiner eigenen Munition sehr «pingelig» ist, was ihm aber mit seinen Erfolgen recht gibt. In der gemütlichen Schützenstube wurde Ruoss von seinen Schützenkollegen und Freunden zu seinem Erfolg gratuliert. Ein ganz besonderes und äusserst seltenes Präsent überreichte ihm an diesem Abend Ernst Jakober. Er schenkte ihm ein Gewehr Jahrgang 1842 der Glarner Truppe. Auf dem Gewehrschaft befand sich eine beschriftete Metallplatte, die darauf hinwies, dass es sich um ein spezielles Gewehr für das Glarner Bataillon aus dem Jahre 1859 handelt. Von diesem Gewehr wurden seinerzeit lediglich 500 Stück für die Glarner modifiziert.

Für den amtierenden Weltmeister stehen bereits die nächsten Weltmeisterschaften in Pretoria (Südafrika) auf dem Planungsprogramm. Zusammen mit seiner Gattin Silvia möchten sie dabei möglichst viele Titel erringen.