Ein immer konkreter werdender Schwinger-Traum

Seit geraumer Zeit trägt eine Gruppe von Schwingbegeisterten eine gemeinsame Idee mit sich – eine Vision, die weit über einen spontanen Gedanken hinausgeht. Was schon einen Moment in den Köpfen reifte, hat nun an Entschlossenheit gewonnen. Mit Tatkraft und Weitblick wurden konkrete Schritte eingeleitet, um diese Idee zielorientiert und durchdacht in die Realität umzusetzen.



Der neu formierte Trägerverein von links: Geri Haussener (Beisitzer/Vertreter Nationalturner/ZH/SH), Rolf Figi (Protokoll / Vertreter Schwinger/GL), Adi Oertig (Beisitzer/Vertreter Schwinger/SG), Silvia Beglinger (Tagungspräsidentin Gründung Trägerverein), Fridli Beglinger (Beisitzer/Vertreter Schwinger/GL), Res Betschart (Beisitzer/Vertretuer Schwinger/ZH), Marco Zumbühl (Finanzen / Vertreter Schwinger/ZH). Auf dem Bild fehlen: Kurt Jucker (Präsident/Vertreter Schwinger/ZH) und Jost Meier (Beisitzer/Vertreter Nationalturner/ZH/SH). (Bild: Taria Hösli)
Der neu formierte Trägerverein von links: Geri Haussener (Beisitzer/Vertreter Nationalturner/ZH/SH), Rolf Figi (Protokoll / Vertreter Schwinger/GL), Adi Oertig (Beisitzer/Vertreter Schwinger/SG), Silvia Beglinger (Tagungspräsidentin Gründung Trägerverein), Fridli Beglinger (Beisitzer/Vertreter Schwinger/GL), Res Betschart (Beisitzer/Vertretuer Schwinger/ZH), Marco Zumbühl (Finanzen / Vertreter Schwinger/ZH). Auf dem Bild fehlen: Kurt Jucker (Präsident/Vertreter Schwinger/ZH) und Jost Meier (Beisitzer/Vertreter Nationalturner/ZH/SH). (Bild: Taria Hösli)

Die Idee für eine Schwinghalle beim Sportzentrum auf dem Kerenzerberg entstand nicht über Nacht. Vielmehr entwickelte sie sich aus zahlreichen Gesprächen unter Schwingern, Nationalturnern, Trainern und Funktionären, die sich immer wieder mit denselben Herausforderungen konfrontiert sahen. Platztechnisch ausgelastete Schwingkeller in der Umgebung und ein fehlender Ort im Nordostschweizer Verbandsgebiet, der sich als optimale Zusammenzugslösung mit kompletter Infrastruktur anbietet, der für alle Nutzer in etwa einer Stunde erreicht werden kann, der den Bedürfnissen der Athleten gerecht wird, und gleichzeitig den Nachwuchs fördert.
Erste konkrete Gedanken wurden nach einer Begehung des Sportzentrums Kerenzerberg und dem an diesem Ort organsierten Kick-off fürs Eidgenössische Schwing- und Älplerfest 2025 Glarnerland+ geäussert. Einzelne engagierte Persönlichkeiten begannen, verschiedene Ideen zu sammeln und den möglichen Standort auf dem Krenzerberg, der dafür in den Fokus rückte, zu prüfen. Die vorhandene Infrastruktur, die gute Erreichbarkeit sowie die sportliche Ausrichtung des Sportzentrums machten es für die Vorantreiber zum optimalen Ort für das Projekt. Zudem bieten sich Möglichkeiten an, Synergien mit der vorhandenen Infrastruktur und Angeboten zu nutzen und den Schwingsport noch stärker in die regionale Sportlandschaft zu integrieren.

Erschaffung von Grundlagen

Mit der Zeit wurden die Gedanken und Gespräche strukturierter. Eine Gruppe von Initianten formierte sich und war bereit, das Projekt aktiv voranzutreiben. In ersten Sitzungen wurden Visionen konkretisiert, Bedürfnisse definiert und mögliche Nutzungskonzepte diskutiert. Dabei ging es nicht nur um den Bau einer Halle, sondern um die Schaffung eines Begegnungsortes für den Schwingsport – ein Ort, an dem Training, Nachwuchsförderung und gesellschaftlicher Austausch gleichermassen Platz finden können.
Ein wichtiger Schritt war die Ausarbeitung einer ersten Projektidee, die als Grundlage für weitere Abklärungen dienen konnte. Dazu gehörten Überlegungen zur Grösse und Ausstattung der Halle, zur Finanzierung sowie zur Einbindung relevanter Partner. Parallel dazu wurden Gespräche mit Vertretern des Sportzentrums und weiteren Anspruchsgruppen geführt, um das Interesse und die Unterstützung für das Vorhaben auszuloten. Die Rückmeldungen waren überwiegend positiv und bestärkten die Initianten darin, den eingeschlagenen Weg weiterzuverfolgen.

Mehr als nur eine Idee

Um dem Projekt eine verbindliche Struktur zu geben, wurde schliesslich die Gründung eines Trägervereins ins Auge gefasst. Dieser sollte als organisatorisches Fundament dienen und die verschiedenen Interessen bündeln. In der Folge wurde an den Statuten gearbeitet, potenzielle Mitglieder angesprochen und ein Vorstand zusammengestellt. Mit der offiziellen Gründung des Trägervereins am 24. März 2026 im Restaurant «Frohe Aussicht» in Uznach erhielt das Projekt eine klare Form und eine offizielle Vertretung gegen aussen.
Der Verein verfolgt das Ziel, die Planung und Realisierung der Schwinghalle koordiniert voranzutreiben. Dabei stehen nicht nur bauliche Fragen im Vordergrund, sondern auch die langfristige Nutzung und der Betrieb der Anlage. Besonders wichtig ist der Projektgruppe die Förderung des Nachwuchses sowie die Schaffung optimaler Trainingsbedingungen für Schwinger aller Leistungsstufen.
Ein zentraler Meilenstein ist das angestrebte Ziel, im Jahr 2028 die ersten Trainings in der neuen Schwinghalle durchführen zu können. Um dieses ambitionierte Vorhaben zu erreichen, sind in den kommenden Monaten zahlreiche Schritte notwendig: von der detaillierten Planung über die Sicherstellung der Finanzierung bis hin zur eigentlichen Bauphase. Der Trägerverein wird dabei eng mit Partnern aus Sport, Politik und Wirtschaft zusammenarbeiten. Als durchaus erfreulich darf man erwähnen, dass bereits alle Nordostschweizer Kantonalverbände und auch die Ostschweizer Nationalturnverbände einen finanziellen Beitrag an die Schwinghalle gesprochen, und damit ein positives Signal gelegt haben.

Die Vision einer Schwinghalle auf dem Kerenzerberg ist heute mehr als nur eine Idee. Sie ist zu einem konkreten Projekt geworden, getragen von Engagement, Leidenschaft und dem gemeinsamen Ziel, den Schwingsport nachhaltig zu stärken. Mit vereinten Kräften arbeitet die Projektgruppe darauf hin, diesen Traum Wirklichkeit werden zu lassen und einen Ort zu schaffen, der Generationen von Schwingern prägen wird.