Ein intensives Jahr beim Glarner Kunstverein

Der Kunstverein Glarus kann mit dem Wechsel im Direktorium und in der administrativen Leitung auf ein intensives Jahr 2008 zurückblicken. In den nächsten Jahren muss das Kunsthaus saniert werden.



Ehrung für den Präsidenten: Vorstandsmitglied Peter Jenny würdigte das 20-jährige Wirken von Kaspar Marti (links) auch mit einer Lithografie. In der Mitte Vorstandsmitglied Heidi Luchsinger.
Ehrung für den Präsidenten: Vorstandsmitglied Peter Jenny würdigte das 20-jährige Wirken von Kaspar Marti (links) auch mit einer Lithografie. In der Mitte Vorstandsmitglied Heidi Luchsinger.

In seinem Jahresbericht zeigte sich Präsident Kaspar Marti vorerst sehr erfreut darüber, dass die Glarner Regierung dem Kunsthaus den Glarner KulturPreis 2009 verliehen hat.

Kulturpreis 2009

«Die Verleihung dieses Kunstpreises ehrt uns sehr. Wir sehen, dass unsere Anstrengungen von regierungsrätlicher Seite erkannt und anerkannt werden.» Die Verleihung des Kulturpreises soll am 10. September 2009 im Kunsthaus stattfinden. Es soll eine ganz «spezielle» Übergabe geben, sagte Marti. Mehr wollte er dazu nicht verraten.

Der Präsident blendete sodann auf ein intensives Jahr zurück, in dem eine neue Direktorin und eine neue administrative Leiterin ihre vielfältige Arbeit im Kunsthaus aufgenommen haben. Grosses hat sich der Kunstverein jedoch für die nächsten Jahre vorgenommen. Die Sanierung des Kunsthauses wird in den kommenden Jahren aus baulichen Gründen unweigerlich vorzunehmen sein. «Die Anforderungen an ein Kunsthaus haben sich in den vergangenen 60 Jahren massiv geändert », fuhr Marti fort.

Positive Bilanz im ersten Jahr

Sabine Rusterholz ist seit April 2008 als Direktorin für das Kunsthaus verantwortlich. Zu ihrem Auftakt war eine Gruppenausstellung zusehen, die unter dem Titel «Mind the Grap» den Übergang thematisierte. Es folgte das Künstlerduo huber.huber, und den Abschluss des Jahres bildete wie immer die unjurierte Jahresausstellung des regionalen Kunstschaffens und die parallele Fokus-Ausstellung. «Alles in allem ziehe ich für mein erstes Jahr im Kunsthaus Glarus eine sehr positive Bilanz», erklärte Rusterholz. Ihr Bestreben, das Kunsthaus auf den vorhandenen Pfaden weiter zu führen, scheine sich zu bewähren.

20 Jahre Präsident

Die Überraschung kam zum Schluss der Versammlung: Vorstandsmitglied Peter Jenny teilte der Versammlung mit, dass es genau 20 Jahre her seien, seit Kaspar «Chäschi» Marti als Präsident des Kunstvereins amte. Marti habe es verstanden, dem Kunsthaus eine sensationelle Struktur zu geben, die sich bewährt habe. Er wünschte, dass der Präsident sein Geschick auch in der bevorstehenden Sanierungsphase des Kunsthauses einsetzen könne. Marti erhielt als Anerkennung eine Lithografie von Richard Long überreicht.

Die Traktanden der 139. Hauptversammlung des Glarner Kunstvereins Glarus wurden allesamt diskussionslos verabschiedet. Bevor sich die rund 25 Besucherinnen und Besucher einem «Apéro riche» zuwenden konnten, hörten sie noch einen Vortrag von Marie Theres Stauffer, die als Kunsthistorikerin und Architektin ihre Ansichten über «utopische Architekturkonzepte» darlegte.