Ein Konzert, das das Publikum tief berührte

Selbst der liebe Gott hätte an diesem Konzert des Jodelklubs Glärnisch in der Stadtkirche in Glarus seine helle Freude gehabt. Der Jodelklub, unterstützt von der Alphorngruppe Chrystal und dem Bläserquintett Harmo-ni(x), bot ein Konzert, das die vielen Zuhörer tief berührte und ab dem ersten Vortrag in ihren Bann zog. Am Sonntagabend war die Stadtkirche bis zum letzten Platz besetzt, als das diesjährige Jodelkonzert unter dem Motto «Jodelgesang und Hörnerklang» über die Bühne ging.



Ein Konzert, das das Publikum tief berührte

Schon lange Zeit vor Konzertbeginn waren die Plätze in der Stadtkirche bereits rar, denn die Konzerte vom Jodelklub Glärnisch sind weitum bekannt und haben auch über die Kantonsgrenze hinaus viele Freunde und sie geniessen einen ausgezeichneten Ruf. Auch dieses Jahr wurden die vielen Zuhörer nicht enttäuscht, denn was an diesem Abend von den vielen Interpreten geboten wurde, war Musikgenuss in Reinkultur. Durch den Abend führte die ehemalige Gemeindepräsidentin von Glarus, Andrea Trümpy, die es verstand, die jeweiligen Musikstücke mit kurzen, zum Vortrag passenden Erklärungen, einzuleiten.

Vom Frühling bis Herbst

Eröffnet wurde das Konzert durch einen Alphorn-Vortrag der Alphorngruppe Chrystal, die mit insgesamt zehn Bläsern die Stadtkirche ein erstes Mal «erzittern» liessen. Mit dem am Eidgenössischen Jodelfest äusserst erfolgreichen Lied «d’Ämmitaler Alpuufahrt» wurde klar, dass dieser Abend etwas Besonderes würde. Die Stimme der Solojodlerin Elfrieda Züger kam in der Stadtkirche ganz besonders zur Geltung und erzeugte unter dem fachkundigen Publikum erstmals die sprichwörtliche «Gänsehaut». Erstmals zu hören der «Summer Juz», ein Vortrag des Jodelklubs Glärnisch mit dem Bläserquintett Harmo-ni(x) aus Horgen. Ein in allen Belangen erfolgreiches Experiment, das vom Publikum auch mit grossem Applaus belohnt wurde. Es folgte ein musikalischer und gesanglicher Leckerbissen auf den anderen. Ein besonderes Stück herauszuheben, würde die übrigen Vorträge nur zurückstellen. Aber ein Vortrag, der das Publikum ganz speziell begeisterte, muss doch herausgehoben werden. Der spezielle Hörnerklang mit den Alphornbläsern und dem Bläserquintett «s’Füür vo der Sehnsucht» war an diesem Abend sicher der absolute Höhepunkt und wurde auf Wunsch des Publikums ein zweites Mal vorgetragen. Damit sollten aber die übrigen Vorträge auf keinen Fall gemindert werden. Jedes Lied, jeder Vortrag der Alphornbläser oder des Bläserquintettes war ebenfalls ein musikalischer Höhepunkt. Am Schluss verlangte das dankbare Publikum auch vom Jodelklub noch eine Zugabe. Sichtlich bewegt und von den musikalischen Eindrücken noch ergriffen, machten sich die Zuhörerinnen und Zuhörer auf den Heimweg.