Ein kulinarisches Vergnügen

Viele kennen das «Schützenhaus» in Glarus. Es ist etwas abseits von Zentrum. Hauptsächlich ist es bekannt durch Anlässe im grossen Saal. Doch unten in der Gaststube gibt es, kulinarisch gesehen, einiges zu entdecken.



Das Markante Wirtshausschild
Das Markante Wirtshausschild

Vor einigen Wochen war ich wieder einmal im «Schützenhaus» zum Mittagessen. Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, ich war begeistert. Durch meine langjährigen Auslandaufenthalte in verschiedenen Ländern hatte ich das Vergnügen und die Möglichkeit, auf der ganzen Welt in so manchem Spitzenlokal zu speisen. Nun fragte ich mich aber, ist es Zufall, dass mein Rinderfilet so butterzart und auf den Punkt gegart war? Auch das Menu meiner Frau, Crevetten-Spies mit Venere Reis und Wasabi-Sauce, liess keine Wünsche offen. Um herauszufinden ob es immer so ausgezeichnet schmeckt, gingen wir zwei Wochen später noch einmal hin. Wie nicht anders zu erwarten, es war wieder ausgezeichnet.

Gastgeber im «Schützenhaus» ist Markus Kunde. In der Küche zaubert Dany Gögel himmlisches auf die Teller und die beiden Lernenden Alina als Restaurant-Fachfrau und Luna als Köchin runden das kleine, aber eingespielte Team ab.

Ich durfte mich mit Markus Kunde und Danny Gögel noch etwas unterhalten. Markus Kunde ist Gastronom mit Leib und Seele. Ihm ist es ein Anliegen, dass sich die Gäste wirklich wohlfühlen können. Er schätzt auch die familiäre Atmosphäre, mittlerweile kennt man sich und auch die Gäste schätzen das sehr. Mir fällt auf, die Tische in der Gaststube stehen weiter auseinander als an so vielen anderen Orten. «Seit der Pandemie haben wir die Tische so belassen, das schafft etwas mehr Privatsphäre», meint Markus Kunde.

Auch der Koch Danny Gögel sitzt noch bei uns am Tisch. Ich wollte natürlich von ihm wissen, was sein Geheimnis ist. «Kochen macht mir sehr viel Spass und ich habe auch den Ehrgeiz etwas Besonderes auf die Teller zu bringen.» Danny Gögel hat viel Erfahrung in der gehobenen Gastronomie und im Bankettwesen.

Nun war es aber Zeit nach dieser interessanten Unterhaltung die Bestellung aufzugeben. Ich durfte auch noch einen Blick in die Küche werfen, da wo die herrlichen Speisen gekocht werden. Hier wird bodenständig gekocht, aber mit einer gewissen Raffinesse und genau dies macht es aus. So wurde auch mein zweiter Besuch im «Schützenhaus» zu einem Gaumenschmaus.