Ein Nein gegen die No-Billag-Initiative – Sportpolitiker in die Exekutiven

Am 4. März entscheidet das Glarner Volk sowohl in der Eidg. Abstimmung bei der No-Billag-Initiative als auch bei den Wahlen für den Regierungsrat und die Gemeinderäte. Beide Themen können und müssen auch aus dem Blickwinkel des Sportes betrachtet werden.



«sportglarnerland.ch» – der Dachverband für den Glarner Sport – ist politisch und konfessionell neutral. Der Vorstand empfiehlt den Stimmberechtigten, sich an den Abstimmungen und Wahlen aktiv zu beteiligen und die Entwicklungen politisch mitzugestalten. Im Sinne des Sportes erlaubt sich der Vorstand von «sportglarnerland.ch» den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern für Sachvorlagen und Wahlen Empfehlungen abzugeben.

Sportpolitiker in die Exekutiven

Die Basis des Schweizer Sportes wird in den Kantonen und Gemeinden gelegt. Die unverzichtbare Arbeit leisten meist ehrenamtlich Vereine und Verbände. Im Kanton Glarus sind 33 Verbände und Vereine mit über 12 000 Personen im Dachverband «sportglarnerland.ch» vereint. Dieser hat unter anderem den Auftrag, den Glarner Sport in Politik und Gesellschaft zu vertreten. Um sportpolitische Ziele zu erreichen, sind aktive Entscheidungsträger im Sinne des Sportes gefragt. Deshalb empfiehlt der Vorstand von «sportglarnerland.ch» diese Aspekte in die Entscheidungsfindung einfliessen zu lassen. Er empfiehlt sowohl für den Regierungsrat als auch in die Gemeinderäte Personen zu wählen, die sich in der Vergangenheit erfolgreich für den Sport eingesetzt haben und dies auch in Zukunft tun werden. In der Person von Christian Büttiker steht den Glarner Wählerinnen und Wählern für die Neubesetzung des Regierungsrats ein Kandidat zur Verfügung, welcher sich in den letzten Jahren nachweislich erfolgreich und mit grossem Engagement für den Sport im Glarnerland eingesetzt hat.

Nein zu No-Billag

Der Vorstand von «sportglarnerland.ch» schliesst sich Swiss Olympic an und setzt sich aktiv gegen die Initiative «Ja zur Abschaffung der Radio- und Fernsehgebühren» ein. Der Vorstand ermutigt seine Mitglieder und deren Sportlerinnen und Sportler dasselbe zu tun. Durch die Annahme dieser Initiative wären zahlreiche Schweizer Radio-und Fernsehsender in ihrer Existenz bedroht und die Angebotsvielfalt würde stark reduziert. Dies hätte auch negative Auswirkungen auf die Schweizer Sportlandschaft. Die Initiative zielt insbesondere auf die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG), die fast drei Viertel ihrer Einnahmen einbüssen würde. Die SRG deckt in ihrem Programm regelmässig über 100 Sportarten ab und widmet dem Sport auf SRF um die 11%, auf RTS rund 8% und auf RSI gegen 12% der Sendezeit. Sie dreht Reportagen über Schweizer Athleten und Teams, überträgt nationale Sportveranstaltungen und legt bei internationalen Sportereignissen den Schwerpunkt auf die Schweizer Sportler. Die SRG ist ausserdem Partner zahlreicher Schweizer Sportveranstaltungen und -verbände. Die finanziellen Ressourcen, die auf die Verbände entfallen, fliessen zum Teil an die Vereine, die sie für die Nachwuchsförderung einsetzen. Aus all diesen Gründen ist die SRG einer der wichtigsten Sportförderer in der Schweiz. Sie trägt zur Förderung des Breitensports bei, bietet den Randsportarten eine Bühne, sichert die Übertragungsqualität nationaler Sportveranstaltungen und leistet eine wesentliche direkte und indirekte Unterstützung für Veranstaltungen, die Sportverbände und -vereine. Ohne Gebühren und ohne eine starke nationale Sendeanstalt müssten sich die Schweizer Medien auf geteilte Einnahmen verlassen, die nur auf Werbung und Abonnemente basieren, um ihre Produktions-/Sendekosten zu decken.

Dies würde dazu führen, dass nur noch die populärsten Sportarten übertragen würden, und dies zu sehr hohen Kosten. Es würde auch kompliziert und beinahe unerschwinglich werden, Übertragungsrechte von weltweiter Reichweite zu erhalten, um so z. B. die Schweizer Athleten bei Olympischen Spielen oder Weltmeisterschaften zu verfolgen.

Schliesslich hilft ein nationaler Sender – ebenso wie der Sport – dabei, das Gemeinschaftsgefühl in unserem mehrsprachigen und multikulturellen Land zu schaffen. Das Spiel der Schweizer Fussballnationalmannschaft gegen Frankreich am 19. Juni 2016 bei der EM ist ein Beispiel von vielen: Mehr als 2,2 Millionen Fernsehzuschauer haben damals auf den Kanälen der SRG mitgefiebert.