Ein neuer Treffpunkt für die Jugend

Seit dem 11. August treffen sich die Jugendlichen aus dem Grosstal im Alter von dreizehn bis sechzehn Jahren im neuen Jugendtreff in Betschwanden. Offiziell wurde dieser in Fronarbeit gestaltete Jungendraum heute im Beisein von Behördenmitgliedern und Vertretern der Sponsoren der Jugend übergeben.



In der jüngsten Vergangenheit wurden die beiden Jugendtreffs in Schwanden und in Linthal aufgelöst. Gründe waren zum einen der Besuchermangel und zum andern Probleme mit dem Vermieter. Als attraktive Alternative konnte den Jugendlichen aus dem Grosstal ein grosszügiger Freizeitraum in einem stillgelegten Fabrikationsgebäude zur Verfügung gestellt werden. Geleitet wird das Jugendtreff von Fredy Kyburz und Jorge Ehrensperger.

Der Jugendtreff verbindet dreizehn Ortsgemeinden

Schirmherr dieses Projektes Jugendtreff Betschwanden ist die Regionalplanung Glarner-Hinterland (GHS) und eine 2002 gegründete Arbeitsgruppe. In seiner kurzen Ansprache stellte Gabriel Weber, Sekretär Region GHS, die Frage: Warum ein Jugendtreff? Die Antwort gab er gleich selber, indem er darauf hinwies, dass sich die Gemeinden heute in Bezug auf die Jugendarbeit, vornehm ausgedrückt, eher zurückhaltend geben. Dank der Initiative dieser Arbeitsgruppe und verschiedener Initianten kann heute nach nur 21 Wochen Renovationszeit der Jugendraum offiziell eröffnet werden. Die Kosten für diesen knapp 230 m2 grossen, leerstehenden Raum, liegen bei etwa 40.000 Franken. „Die finanzielle Zusage von verschiedenen Sponsoren war schlichtweg überwältigend. Gegen 37.000 Franken wurden so dem Jugendtreff zur Verfügung gestellt.“ Weber erklärte weiter, dass mehr als 500 Frondienststunden in diesen 21 Wochen von den Jugendarbeitern und den Jugendlichen aufgewendet wurden. „Ich hoffe, dass die hier Anwesenden hinaustragen, dass hier in Betschwanden ein toller Raum für die Jugend entstanden ist“.

Warum ein Jugendtreff in Betschwanden

Bis vor kurzem bestand ein Jungendtreff in Schwanden und einer in Linthal. In Schwanden nahmen nach anfänglich guten Besucherzahlen das Interesse der Jugendlichen stetig ab und sie blieben dem Jungendtreff ganz fern. Etwas anders die Situation in Linthal. Hier waren die Besucherzahlen bis zum Schluss sehr gut, aber immer mehr zeigten sich Probleme mit dem Vermieter. Diese Gründen bewogen die Arbeitsgruppe sich zusammenzusetzen und nach einem geeigneten neuen Raum Umschau zu halten. Dies die Erklärung von Lisä Zimmermann, Präsidentin der Arbeitsgruppe Jugendtreff. Man wurde auch relativ rasch fündig und mit Rolf Hürlimann, dem Vermieter des stillgelegten Fabrikgebäudes in Betschwanden, konnte eine ideale Lösung gefunden werden. Die Präsidentin weiter: „Es war eine Riesenarbeit, welche die beiden Leiter Fredy Kyburz und Jorge Ehrensperger geleistet haben, bis der Raum weitgehend fertig gestellt war.“ Nach der Meinung vieler ist sicher der Discoraum ein absolutes Bijou. Ein Raum der multifunktional genutzt werden kann. Zum einen als Bühne bei zukünftigen Konzerten oder Vorträgen und zum andern aber als Disco, geschlossen mit beweglichen Wänden.

Was bedeutet Jugendarbeit?

Fredy Kyburz erläuterte in kurzen Zügen die wesentlichen Aufgaben der Jugendarbeit und insbesondere der verantwortlichen Jugendarbeiter. „Ein grosser Teil dieser Arbeit ist „Treffarbeit“ das heisst die Präsenszeit im Jugendtreff. Diese Zeit ist sehr aufwendig und auch anstrengend, denn es ist durchaus möglich, dass bis zu 40 Jugendliche an einem Abend sich im Jungentreff aufhalten. Jugendliche im Alter zwischen dreizehn und sechzehn Jahre, also in einer nicht unbedingt einfachen Entwicklungsphase.“ Kyburz weiter: "Die Jugendlichen können sich auch im Freien aufhalten, was wiederum zusätzliche Präsenz der Leiter verlangt." Geplant ist auch ein Jahresprogramm mit unterschiedlichen Veranstaltungen und Events mit einheimischen Bands. Nebst dem Treff sind aber noch viele andere Aufgaben zu bewältigen. Ein Beispiel ist die Aktion „Stark ohne Gewalt“, welche sicher noch ein bis zwei Jahre laufen wird. Ein Projekt im Netzwerk Jugendtreff ist das „Midnight Basketball“ wo eine Nacht lang Sport betrieben wird. Aber auch die Gemeindestrukturreform 2011 beschäftigt das Netzwerk in Bezug auf die Jugendarbeit bei zukünftig nur drei Gemeinden. Der Jugendtreff in Betschwanden ist jeweils am Freitag- und Samstagabend von 19.30 bis 23.30 Uhr geöffnet.

Gruss, Freude und Dank

Rolf Hürlimann, als Vermieter überbrachte die Grüsse vom Gemeinderat Schwanden. Er habe „irrsinnige“ Freude was in diesem Raum entstanden ist. Mit den Jugendlichen kommt wieder Freude in den Raum der so völlig anders aussieht als er ihn noch in Erinnerung hatte. "Dank für die tolle Leistung mit diesem Umbau und für die Arbeit, welche mit den Jungen in der Vergangenheit geleistet wurde und in Zukunft noch geleistet wird."