In seinem (gewohnt) kurzen Jahresrückblick betonte der Präsident Thomas Hösli, dass 2015 erstmals seit vielen Jahren im schweizerischen Baugewerbe ein Umsatzrückgang zu verzeichnen war. Was aber mehr zur Sorge Anlass gebe, seien die vielen neuen Vorschriften und Erlasse, welche mit sehr vielen administrativen Arbeiten und zusätzlichen Kosten verbunden seien. «Für das laufende Jahr 2016 sieht der Baumeisterverband ein ähnliches Volumen wie im vergangenen Jahr», leider, so Hösli weiter, sei das Preisniveau nach wie vor sehr angespannt und für die Unternehmer ein echtes Problem für die weitere Zukunft.
Grösster Arbeitgeberverband im Kanton
Mit rund 1000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist die Baubranche gesamthaft gesehen der grösste und damit sicher ein sehr wichtiger Arbeitgeber im Kanton. Viel Wert wird dabei auch auf die Aus- und Weiterbildung des Nachwuchses gelegt. «Die Zahl der Lehrlinge hat sich im Vergleich zum Vorjahr gehalten, was sicher sehr erfreulich ist.» Hösli wies dabei auch auf die gelungenen Darbietungen und den interessanten Wettbewerb an der Glarner Messe hin. «So können wir unseren Beruf auch dem breiten Publikum präsentieren.» Die Perspektiven für unseren Beruf sind auch nach Absolvierung einer ersten Ausbildung sehr vielseitig und äusserst interessant. In unserem Kanton gebe es viele erfolgreiche Beispiele dafür. (Kaspar Rhyner oder This Jenny).
Diskussionen zum FAR
FAR ist die Kurzbezeichnung für die Stiftung zum frühzeitigen Altersrücktritt. «Für die Arbeiter auf dem Bau eine wichtige Stiftung, denn die körperliche Belastung während den Jahren auf dem Bau seien im Alter immer mehr spürbar. Eine vorzeitige Pensionierung ab 60 Jahren also mehr als nur gerechtfertigt. Dies verursache aber auch Kosten, was im vergangenen Jahr zu einer leichten Schieflage der Stiftung geführt habe. «Aus diesem Grund werden die Prämien ab dem 1. Juli 2016 um zwei Prozent erhöht. Davon übernehmen die Arbeitgeber 1,5 und der Arbeitnehmer 0,5 Prozent.» Als Folge werde es in diesem Jahr für die Arbeitnehmer zu keiner Lohnerhöhung kommen.
Der Präsident und der bisherige Vorstand wurde einstimmig gewählt und die Jahresrechnung, geführt von Georges Staubli, ohne Diskussion genehmigt.
Präsident Hösli begrüsste am Ende der kurzen, speditiv geführten Versammlung unter anderem Landratspräsident Fridolin Luchsinger. Marcel Peter von Glarus Mitte und Marius Twerenbold. «Wir hätten, als sehr wichtiger Arbeitgeber im Kanton, auch gerne einen Vertreter oder eine Vertreterin aus dem Regierungsrat bei uns begrüsst. Wie in den vergangenen Jahren, aber leider ohne Erfolg.»
Mit einem kurzen Referat von Jean-Pierre Grossmann vom Schweizerischen Baumeisterverband endete die gut besuchte Versammlung.
Alpen und E-Autos








