Ein Stück Glarus in der TV-Serie «Frieden»

Grosse Teile der aktuellen SRF-Fernsehserie «Frieden» wurden im Glarnerland gedreht. Die Filmemacher drehten an historischen Schauplätzen, u. a. in Ennenda und Diesbach.



In Doppelfolgen strahlt das Schweizer Fernsehen SRF vom 8. bis 11. November die aufwändig produzierte Serie «Frieden» aus. 75 Jahre nach Kriegsende beleuchtet die fiktive Geschichte mit realem Hintergrund die Befindlichkeit und Stimmung in der Schweiz der Nachkriegszeit. Gedreht wurde u. a. im Jura, am Vierwaldstättersee und im Kanton Glarus. Das Leglerareal in Diesbach dient nicht zum ersten Mal als historische Kulisse einer Fabrik. Auch in der Filmgeschichte geht es dabei um den Textilbereich. 

Das Haus der Filmfamilie Leutenegger stand in Ennenda und wurde nach den Dreharbeiten abgerissen. Obwohl in dieser Strasse viele historische Gebäude stehen, musste die Filmcrew aufpassen, dass die benachbarte moderne Gebäudesubstanz nicht mitgefilmt wird. 

«Frieden» (Historische Dramaserie in der Beschreibung von SRF)

Frühling 1945 – in der Schweiz herrscht Aufbruchstimmung – auch für drei junge Menschen. Klara, 23, die Tochter der Fabrikantenfamilie Tobler, arbeitet in einem Flüchtlingsheim. Dort trifft sie auf Kinder und Jugendliche, die das KZ überlebt haben. Diese Begegnung erschüttert ihren Glauben ans Gute im Menschen und löst einen heftigen Konflikt mit ihrer Familie und ihrem Ehemann aus. Klaras Gerechtigkeitssinn verbindet sie mit ihrem Schwager Egon Leutenegger, 32. Der ehrgeizige Bundesbeamte stellt sich in den Dienst seines Landes. Sein klares Ziel: In die Schweiz geflüchtete Nazis sollen ihrer gerechten Strafe zugeführt werden. Dabei wird Egon von Politik und Wirtschaft Steine in den Weg gelegt. Im Spannungsfeld von Idealismus und ökonomischen Realitäten steht Klaras Mann Johann Leutenegger, 28. Sein Schwiegervater hat ihn mit der Leitung des Familienunternehmens betraut. Jetzt steht dieses vor dem finanziellen Abgrund. Mit einem ambitionierten Plan will der Jungpatron Firma und Belegschaft retten. Doch dafür müsste er sich auf dubiose Geldgeber einlassen. Wie wird er sich entscheiden?

«Frieden» betrachtet mittels einer Familiengeschichte ein wichtiges Stück Schweizer Historie, das in der Öffentlichkeit wenig bekannt ist. Es ist auch das Portrait einer Generation, die nach dem Krieg massgeblich daran beteiligt war, die Grundlagen für die Schweiz von heute zu schaffen. Und es ist eine Geschichte über den guten Willen dieser Generation und wie sie dabei ihre Unschuld verloren hat.