Ein warmes Weihnachtsfest

Wie bei einem plötzlichen Kälteeinbruch üblich, hat die eine oder andere Heizung ernsthafte Startschwierigkeiten oder weigert sich, ihre Aufgabe zu erledigen. Wie die Leidtragenden, also die Bewohner der ungeheizten Räumlichkeiten, kreativ damit umgehen können, erzählte Rosmarie Hegner an der Seniorenweihnachtsfeier in Oberurnen.



Wenn dieser Heizungsausfall auf Weihnachten fällt, steht die Welt ziemlich kopf. So klingelt das Telefon Sturm bei der Heizungsfirma Hug und der Installateur ist pausenlos unterwegs, um den Kunden schnellstmöglich zu helfen. Unflätig, resignierend, aufbrausend und besserwisserisch reagieren die Leidtragenden auf diese Situation und Frau Hug ist hilflos überfordert von der ganzen Situation. Bis der Anruf der jungen Leute aus der WG kommt mit der Einladung zu einer gemeinsamen Weihnachtsfeier ihrer warmen WG-Stube. Und siehe da, diese zündende Idee, der selbstlose kreative Umgang mit der leidigen Situation der anderen, lässt alle ein wirkliches Weihnachtsfest mit viel menschlicher Wärme erleben.

Traditionsgemäss – wir haben ein Abonnement, meinte Dirigent Marcel Frischknecht – verschönerte der gemischte Chor Oberurnen die Feier mit seinem Gesang. Nach einem feinen Imbiss – die fleissigen Helferinnen hatten am Vormittag rund 400 Canapés und Zigerbrüüt hergestellt – betrat Andreas Aeschlimann die Bühne. Zur Freude der vielen Anwesenden interpretierte der Künstler zahlreiche Songs von Mani Matter und beim einen oder anderen dieser bereits als Schweizer Kulturgut zählenden Chansons summten die Anwesenden selbstvergessen mit.

Einmal mehr erlebten die Seniorinnen und Senioren aus Oberurnen einen unterhaltsamen, geselligen Nachmittag. Ein herzliches Dankeschön gilt dem gemeinnützigen Frauenverein für die tadellose Organisation und Durchführung dieser Feier.