Ein Weihnachtsgedicht




Alle Jahre wieder, kommt das Christuskind,

auch bei Meiers nebenan,

mit Oma, Opa, Mutter und Max, dem kleinen Wirbelwind.

Frohgemut sitzt man nun,

zu dieser feierlichen Stunde,

um den geschmückten Christbaum rum,

und tut dem Engel Kunde.

In der Stube singt man Lieder …

«Oh du fröhliche» immer wieder.

Bescherung ist nun angesagt, alle sind gespannt,

Oma rümpft sich nur die Nase,

«irgendwas riecht angebrannt».

Die Mutter kriegt vom Opa

eine schöne Seife

und der Opa freut sich toll

über seine neue Pfeife.

Und in der Stube singt man Lieder …

«Oh du fröhliche» immer wieder.

Rauch dringt aus der Küche,

die Mutter ruft entsetzt:

«Oh nein, mein Weihnachtsbraten»,

schreiend sie in die Küche hetzt.

Es ist nicht schwer zu erraten,

man hat es schnell erkannt,

der schöne Weihnachtsbraten,

ist mir nichts, dir nichts angebrannt.

Und in der Stube singt man Lieder …

«Oh du fröhliche» immer wieder.

Die Feuerwehr die kommt,

mit viel Tatüü-tataa,

sie löscht gekonnt das Feuer

und bleibt auch gleich mal da.

Der Opa sitzt im Schaukelstuhl,

sichtlich amüsiert,

als mit viel Getöse,

seine Pfeife explodiert.

Und in der Stube singt man Lieder …

«Oh du fröhliche» immer wieder.

Die Oma lacht, der Opa schreit,

mit schlechter Laune und viel Grollen,

beisst er leider ohne Zähne,

in den Weihnachtsstollen.

«Den habe ich selbst gebacken»,

sagt die Mutter stolz.

«Das schmeckt man», meint der Opa.

«Das Ding ist zäh wie Holz.»

Und in der Stube singt man Lieder …

«Oh du fröhliche» immer wieder.

Der kleine Max hüpft mit viel Gebaren,

schon ganz fix mit seinen jungen Jahren,

um den Baum herum und lacht,

«Mama das hat Spass gemacht!»

Die Weihnachtsfeier, die geht weiter,

die Feuerwehr mit der grossen Leiter,

Mama mit den verbrannten Braten,

nur der Opa ist wegen seiner Pfeife,

aus der Fassung geraten.

«Was für eine schöne Feier!»

«Was sagst du?» fragt Opa Meier.

Alle sitzen nun, in frohgemuter Runde,

um den Baum herum und tun dem Engel Kunde.

Man singt frohe Lieder,

wie zu Beispiel,

«Oh du fröhliche …

alle Jahre wieder.

 

Martin Carl Mächler