Ein wichtiger Schritt für die Umfahrungen Näfels und Netstal

Nach der Ablehnung der Vignettenerhöhung steht ein neues Konzept für die Finanzierung der Nationalstrassen und des Agglomerationsverkehrs zur Abstimmung. Ein breit abgestütztes Komitee wünscht sich eine hohe Stimmbeteiligung und ein deutliches Ja aus dem Kanton Glarus am 12. Februar 2017.




Für die Umfahrungspläne im Kanton Glarus stand es noch nie so gut, wie jetzt, meinte Franz Landolt am letzten Mittwoch bei der Präsentation des Komitees für die Finanzierung der Nationalstrassen und des Agglomerationsverkehrs (NAF). Durch eine Erhöhung des Mineralölsteuerzuschlags um vier Rappen pro Liter und weiteren Erträgen sollen bei der Vorlage am 12. Februar 2017 die finanziellen Mittel für den nationalen Netzanschluss geschaffen werden. Mit der bereinigten Vorlage der Umfahrung Näfels stehe der Kanton Glarus in der Polposition, falls die Finanzierung angenommen wird. «Nicht nur aus diesem Grund sei ein deutliches Ja aus dem Kanton Glarus entscheident», betonte Landolt weiter. So gut wie jede Kantonale Partei, aber auch der Gewerbeverband und die Handelskammer sowie die TCS und ACS Sektionen Glarus unterstützen das Komitee, mit dem Ziel, eine hohe Stimmbeteiligung im Kanton zu erreichen. «Es ist ein wichtiges Signal nach Bern auch für eine mögliche Umfahrung Glarus.» Denn der Netzanschluss beinhaltet nur, dass die Erschliessung des Kantonshauptortes vom Bund übernommen wird. «Ab 2020 wird diese Erschliessung des Kantonshauptortes zur Nationalstrasse ernannt, egal ob die Umfahrungen realisiert werden oder nicht», führte Ständerat Werner Hösli hier aus. Die Umfahrung Glarus stehe so nicht auf dem Plan, könnte aber in Zukunft vielleicht doch aufgenommen werden. Für Peter Landolt dürfe man diese zwei Dinge nicht vermischen, aber dieses gerade für Glarus Süd wichtige Projekt nicht ganz vergessen. Allgemein wichtig sei auch, dass bei dieser Vorlage nicht der öffentliche Verkehr und der Individualverkehr gegeneinander ausgespielt werden. «Für die aktuellen und zukünftigen Verkehrsprobleme braucht es ein gutes Zusammenspiel von beiden Möglichkeiten», führte Marti weiter aus. Für alle Mitglieder der Kerngruppe ist klar, dass mit dieser Vorlage die Chance für die Strassenprojekte im Glarnerland nach Jahrzehnten noch nie so gross war wie jetzt und wohl nicht so schnell wieder kommen wird.

Weitere Informationen findet man unter www.etz-gilts.ch