Für den Kanton selber stehe mit der Umfahrungen Näfels und Netstal verkehrstechnisch die wichtigsten Entscheidungen seit vielen Jahren auf der Agenda, betonte Präsident Willi Leuzinger in seinem Jahresbericht an der Generalversammlung der ACS Sektion Glarus. «Seit Jahrzehnten diskutieren wir darüber, aber noch nie war es so realistisch.» Denn beide Kammern in Bern haben das Projekt gutgeheissen und der Bund würde somit die Finanzierung von rund 400 Mio. Franken übernehmen. «Das aber nur, wenn bis Ende des Jahres keine Einsprachen mehr hängig sind!» Hier appellierte Leuzinger an die Solidarität und dass die Eigeninteressen für das Wohl des Kantons zurückgestellt werden. «Das Projekt ist eine einmalige Chance für den ganzen Kanton.»
Auch national stehen wichtige Themen für die Automobilisten an. «Nicht nur wir haben festgestellt, dass die Strassenfinanzierung ungenügend ist.» Zu viele Abgaben würden weg von der Strasse in andere Bereiche gesteckt. «Man darf nicht vergessen, wie wichtig die Strassen als Transporträger sind.» So sei auch der ACS für die Schaffung eines Strassenfonds, damit in diesem Bereich die notwendigen Investitionen getätigt werden können.
Wechsel im Vorstand
Aber auch in der Sektion selber gibt es im laufenden Jahr einige Veränderungen. So haben altershalber gleich drei Vorstandsmitglieder ihren Rücktritt auf die nächste Versammlung bekannt gegeben. Leuzinger verdankte Urs Nart, Jack Schindler und Urs Steinacher das langjährige und grosse Engagement für den Club. Da Steinacher bisher die Geschäftstelle geführt hat, werden nun Alternativen geprüft. «Uns scheint die Zusammenarbeit mit der ACS Sektion Zürich am sinnvollsten», erklärte dazu Leuzinger. Administrativ und finanziell sei dies sicher die beste Variante. Die Umstellung soll bis Anfang 2014 abgeschlossen werden. «Dann bieten wir einen besseren Service bei geringeren Kosten», ist sich Leuzinger sicher. Die Aufwendungen für die Umstellung machen sich aber in der laufenden Rechnung bemerkbar, meinte Kassier Hans Umberg. Statt wie in den Vorjahren ein schöner Gewinn, rechne er mit einem Aufwandsüberschuss von 500 Franken.
Bald röhren sie wieder
Am Anschluss an die Sitzung referierte Fritz Trümpi über das im September stattfindende 11. Klausenrennen. Vor allem blickte er auf die turbulente Zeit ab 2006. «Eigentlich war das Rennen schon viel früher geplant gewesen, einige Gründe haben aber dazu geführt, dass das Konzept neu überdacht werden musste.» In dieser Phase kam es dann zu Rangeleien zwischen ihm und Vertretern aus Uri, welche die Rechte gerne übernommen hättenArtikel. «Jetzt ist aber alles geregelt.» Jetzt soll der Event als eigentliches Rennen mit zwei Läufen den alten Charakter wieder bekommen. Ausserdem wird es eine Kategorie geben mit Fahrzeugen, die kurz nach dem Weltkrieg entstanden sowie eine Kategorie mit alternativen und neuen Antriebstechnologien.
Des Weiteren zeigte Trümpi auf, wie aufwendig es heutzutage ist, eine solche Veranstaltung auf die Beine zu stellen. «Bis zu diesem Zeitpunkt haben wir 46 Gesuche geschrieben und dies auf den Ebenen Bund, Kanton und Gemeinde.» Jetzt stehe aber alles auf Grün und so dem Motorsportereignis des Jahres nichts mehr im Weg.



