Ein Wolf im Pandamobil

Die Pandamobil-Ausstellung mit dem Thema Grossraubtiere der Schweiz war so erfolgreich, dass in diesem Jahr eine weitere Tournee mit demselben Thema durchgeführt wird. Die Ausstellung «Mit dem Wolf unterwegs» ist seit Kurzem im Kanton Glarus.



(Bild: zvg)
(Bild: zvg)

Wolf und Luchs sind schon seit Jahren wieder in der Schweiz heimisch. Bären werden hin und wieder in unserem Land gesichtet, wenn sie von Italien her einen Abstecher über die Schweizer Grenze machen. Diese Wildtiere lösen oftmals starke Reaktionen aus, doch letztlich ist in der Öffentlichkeit nicht viel über sie bekannt. Der WWF möchte Kinder für die Anwesenheit von Grossraubtieren – insbesondere des Wolfs – in der Schweiz sensibilisieren. Ausserdem soll darüber informiert werden, wie ein friedliches Zusammenleben mit diesen Wildtieren möglich ist. Vor diesem Hintergrund hat der WWF beschlossen, den Schweizer Grossraubtieren eine Pandamobil-Ausstellung zu widmen. Im ehemaligen Migros-Verkaufswagen werden somit Schulklassen aus dem ganzen Land mit diesen Säugetieren vertraut gemacht. Damit sollen Ammenmärchen entlarvt und Vorurteile überwunden werden. Das Pandamobil fährt bis Ende 2017 kreuz und quer durch die ganze Schweiz.

Gegenwärtig leben rund 40 Wölfe und 170 Luchse in der Schweiz. Sie sind Teil der Natur und haben eine wichtige Funktion im Ökosystem, indem sie insbesondere für einen gesunden Wildbestand sorgen. Der Luchs wurde nach einem entsprechenden Beschluss auf Bundesebene in den Siebzigerjahren wieder in der Schweiz angesiedelt. Der Wolf dagegen ist von Italien her aus eigenem Antrieb zurückgekehrt und hat begonnen, sich in unserem Land dauerhaft anzusiedeln. Während er für die einen geheimnisvoll und faszinierend ist, wird er von anderen als Bedrohung und Schädling wahrgenommen – gleichgültig jedenfalls scheint der Wolf niemanden zu lassen. «Wir möchten dieses schöne Tier entmystifizieren. Die Mehrheit der Bevölkerung freut sich zwar über seine Rückkehr in die Schweiz, doch es besteht keine einhellige Akzeptanz», betont Véronique Bezençon, die für die Gestaltung der Ausstellung zuständig ist. Mit der Pandamobil-Ausstellung möchten wir die Bevölkerung und vor allem die Kinder für dieses Thema sensibilisieren.»

Inmitten eines nachgestellten subalpinen Waldes werden die Schülerinnen und Schüler schrittweise mit dem Lebensraum und den Schlupfwinkeln des Wolfs vertraut gemacht. Anschliessend werden sie auch in die Welt von Luchs und Bär eingeführt. Im Rahmen der Ausstellung lernen sie, wie das Zusammenleben in einem Wolfsrudel abläuft und welche Massnahmen getroffen werden können, um ein möglichst konfliktfreies Zusammenleben von Mensch und Wildtieren zu ermöglichen. «Den Kindern wird aufgezeigt, dass Zusammenarbeit, gegenseitiger Respekt und Kompromisse notwendig sind, wenn man zusammenleben will – dies gilt sowohl für das Zusammenleben von Menschen als auch für die Koexistenz von Menschen und Tieren», hält Projektleiterin Ariane Derron fest.

Wie üblich erhalten Lehrpersonen zur Vorbereitung ein ausführliches und umfassend dokumentiertes Lehrmittel. Seit 2001 ist die Migros Hauptsponsor des Pandamobils und seit 2009 auch der WWF-Programme, die sich an Kinder und Jugendliche richten. Dank dieser Partnerschaft kann der WWF bei den Kindern Interesse für Umweltprobleme wecken und sie für einen nachhaltigen Umgang mit unseren Ressourcen sensibilisieren.

Weitere Informationen unter: www.wwf.ch/pandamobile