Eindrückliches Kirchenkonzert in Oberurnen

Vier Minuten absolute Stille, dann setzten die Instrumente ein mit dem unverwechselbaren Rhythmus des Coldplay-Erfolgssongs «Viva la Vida», übersetzt «Lebe das Leben». Die klare Message des Stücks lautet, sich nicht mit alltäglichen Kleinigkeiten aufzuhalten, sondern das Leben mit all seinen Facetten zu leben.



Die Musikgesellschaft Oberurnen. (Bilder: zvg)
Die Musikgesellschaft Oberurnen. (Bilder: zvg)

Und diese Botschaft des Eröffnungsstücks wurde musikalisch an die zahlreichen Zuhörerinnen und Zuhörer weitergegeben; gefühlvoll, lebensbejahend mitreissend, eine Hommage an das Leben und all die kleinen Dinge, die das Leben bereithält. Nach der Begrüssung von Präsident Daniel I. Jenny übernahm Pfarrer Josef Karber das Mikrofon und führte gekonnt durch das abwechslungsreiche Programm der Musikgesellschaft Oberurnen.

Eigentlich geschrieben als Titelsong für ein Computerspiel, eroberte «Baba Yetu» die Bühnen auf der ganzen Welt. Dieses «Vater unser» in Swahili, eindrücklich und tongewaltig wiedergegeben, füllte mit dem afrikanischen Rhythmus das Kirchenschiff bis zum hintersten Winkel aus und begeisterte die Zuhörerinnen und Zuhörer.

Wer kennt sie nicht, die Geschichte von Josef, der von seinen Brüdern verkauft wird nach Ägypten? Aus Andrew Lloyd Webbers Feder stammt das Musical «Joseph and the amazing Technicolor Dreamcoat». So knallbunt wie Josephs Mantel, so verschieden waren die Melodien im gespielten Medley; zarte Tönen wechselten sich ab mit rockigen Solis und swingenden Melodien. Mit «You raise me up», «Hallelujah» und «The Gotfather Waltz» wechselte der Sound zu den zarten, gefühlvollen Melodien, die unter anderem solistisch untermalt wurden von Daniel Jenny, Trompete und Barbara Fritschi, Cornet. «Sweet Caroline», «Voices», sowie die «Herzpolka», gewidmet dem Ehrendirigenten Helmut Fritschi, machten den Abschluss des Kirchenkonzertes.

Mit diesem bunten Reigen an eingängigen, passenden Melodien zeigte Erwin Lorant, der neue Mann am Taktstock, dass man sich keine Sorgen machen muss über die Zukunft der Musikgesellschaft Oberurnen. Der Verein ist auch mit dem neuen Dirigenten gut unterwegs. Mit der obligaten Zugabe beendete der Verein das schöne Konzert. Der anschliessende Apéro wurde rege benutzt und bot Gelegenheit, sich über den Verein und die Musik auszutauschen.