Eine 17-jährige junge Frau lernt Köchin

Mir gegenüber sitzt eine sympathische junge Frau. Luna Gottuso ist 17 Jahre alt und lebt mit ihrer Mutter zusammen in Netstal. Im Restaurant Schützenhaus in Glarus absolviert sie ihre Lehre als Köchin.



(Bilder: martin c maechler)
(Bilder: martin c maechler)

Glarus24 wird sie auf ihrem Weg bis zur Abschlussprüfung begleiten, über ihre Fortschritte, Träume und Wünsche berichten. In diesem Sommer hat sie ihr erstes Lehrjahr abgeschlossen. Ich treffe Luna an ihrem ersten Ferientag im «Fratteli» in Glarus. Da ich oft und gerne im «Schützenhaus» speise, kennen wir uns schon.

Glarus24: «Was hat Sie bewogen Köchin zu lernen?»

Luna Cottuso: «Lange wusste ich nicht, welchen Beruf ich wählen sollte. Tierärztliche Praxis-Assistentin wäre auch eine Option gewesen. Aber da sind die Lehrstellen im Kanton Glarus rar. Darum habe ich noch ein 10. Schuljahr angehängt. Die Hotellerie hat mich auch sehr interessiert. Ich war einige Male im Lihn in Filzbach. Dort habe ich nicht nur Einblick in die Hotellerie bekommen, sondern auch in die Küche. Um es kurz zu machen, ich habe mich schlussendlich entschieden Köchin zu werden.»

Glarus24: «Seit einem Jahr sind Sie im «Schützenhaus» in Glarus. Wie ist es Ihnen im ersten Jahr ergangen?»

Luna Gottuso: «Es war natürlich alles neu für mich, und es gibt viel zu lernen. Im ersten Lehrjahr habe ich zuerst die kalte Küche kennengelernt. Das sind die Salate, Gemüse, Früchte, Suppen und die Pommes frites.»

Glarus24: «Die Arbeitszeiten als Köchin sind zu anderen Berufen ungewöhnlich. Dazu kommen noch Samstag und Sonntag. Wie gehen Sie damit um?»

Luna Gottuso: «Ich wusste das von Anfang an, und es wurde mir auch gesagt. Aber ich habe damit keine Probleme. Ich finde genug Zeit, um mich mit meiner Familie oder mit Freunden zu treffen. Es ist eine Frage der Organisation und Flexibilität. Da ich noch nicht 18 Jahre alt bin, darf ich abends nicht länger als bis um 22.00 Uhr arbeiten.»

Glarus24: In einer Küche geht es manchmal hektisch zu und her, wie kommen Sie damit klar?

Luna Cottuso: So schlimm wie ich es mir vorgestellt habe, ist es gar nicht. Man sieht es oft im Fernsehen, da wir herumgeschrien, und es fallen auch unangenehme Wörter. Aber so ist es nicht bei uns. Es gibt auch Momente, da es sehr viel zu tun gibt. Da bewundere ich meinen Chef Danny, wie er alles ruhig und professionell über die Bühne bringt. Das möchte ich mir auch beibringen.»

Glarus24. Was haben Sie für Wünsche und Träume bezüglich des Berufs?

Luna Cottuso: «Ein Wunsch wäre es, einmal in der gehobenen Küche zu arbeiten. Ich weiss, das ist noch ein weiter Weg, und es gibt noch viel zu lernen. Genau deshalb absolviere ich meine Lehre zweisprachig. Das eröffnet mir nach dem Abschluss bessere Möglichkeiten. Ich möchte andere Kulturen kennenlernen und natürlich auch die Kulinarik in diesen Ländern. Was oder wie ich es machen werde, weiss ich noch nicht.»

Luna hat noch viel zu erzählen. Und da hören wir natürlich gerne zu. Ich werde mich gegen Ende des Jahres wieder mit Luna treffen. Dann erfahren wir noch mehr über sie. Über Freizeit und Hobbys, und natürlich über ihre Erfahrungen des zweiten Lehrjahres.