«Eine Baukarriere wie im Bilderbuch»

Ende April traten beim Baumeisterverband Glarnerland der Präsident Thomas Hösli und der Sekretär George Staubli nach 23 Jahren zurück. Nicht das einzige, was sie in ihrem langjährigen Berufsleben gemeinsam hatten.



An der diesjährigen Delegiertenversammlung des Baumeisterverbandes Glarnerland endeten gleichzeitig nach 23 Jahren die Tätigkeit von Präsident Thomas Hösli sowie die des Sekretärs George Staubli im Vorstand. «Nach unserer bewegten Geschichte war uns klar, dass wir auf jeden Fall gleichzeitig unser Mandat beenden werden.» Denn die gemeinsame Zeit der beiden hatte ihren Anfang schon während der Lehrzeit 1971 beim gleichen Arbeitgeber und fand die Fortsetzung beim Wohnort und der Aufnahme in den Vorstand des Baumeisterverbandes. Für Hannes Schiesser, Nachfolger von Hösli als Präsident des Verbandes, ein Paradebeispiel für eine erfolgreiche Baukarriere. «Vom Maurerlehrling bis zum Chef des eigenen Unternehmens; du bist stets deinen Weg gegangen.» Dies habe Hösli auch in seinem Amt als Präsident immer wieder unter Beweis gestellt. «Er hat seinen Weg und seine Ansichten konsequent durchgezogen», betonte auch Gian-Luca Lardi, Zentralpräsident des Schweizerischen Baumeisterverbandes, «auch wenn die nicht immer im Einklang mit dem SBV waren.» Für Lardi sei es wichtig, dass unterschiedliche Meinungen im Verband Platz finden. «Gerade bei Verhandlungen wie wir sie zurzeit mit dem Landesmantelvertrag oder den bewegten Lohnverhandlungen führen, ist es unbedingt wichtig, dass die Mitglieder als Einheit auftreten.»

In seinem letzten Jahresbericht blickte Hösli auf ein leichtes Wachstum in der Baubranche im Kanton Glarus zurück. Herausforderungen für seinen Nachfolger sieht er vor allem im mangelnden Nachwuchs und in der zunehmenden Bürokratisierung. «Vielleicht muss es noch schlimmer werden, bis das Volk endlich wachgerüttelt wird.»

Neben Hannes Schiesser als Präsident wurde mit Jesus Garcia ein neues Vorstandsmitglied als Nachfolger von George Staubli gewählt.

Und vor dem gemeinsamen Abendessen im Hotel Schwert in Netstal schilderten Laurenz Elsässer und Marlin Strub ihre Erfahrungen und Erlebnisse bei ihrer Atlantiküberquerung, wo sie mit zwei weiteren Kameraden rund einen Monat auf hoher See waren.