Eine Beresina-Uniform für russisches Museum

Die Beresina-Grenadiere im Glarnerland beherbergen zurzeit zwei Gäste aus Weissrussland. Als Dankbarkeit für die Betreuung am Beresina-Gedenken im letzten Jahr wurde dem Museum in Borisov/Belarus eine komplette Tambourenuniform der Beresina-Grenadiere geschenkt.



Die Beresina-Grenadiere mit ihren Gästen im Freulergarten. (Bilder: a.lombardi) Schiessdemonstration der Beresina-Grenadiere. Fridolin Ostzerhazy erzählt den Gästen einiges übers Glarnerland. Werner Schindler (links) und die beiden Gäste Igor Gruzo (rechts) und Michael Baikov mit der geschenkten Uniform der Beresina-Grenadiere. Werner Schindler und Igor Gruzo (rechts) stossen auf das Wohl der russisch-schweizerischen Freundschaft an.
Die Beresina-Grenadiere mit ihren Gästen im Freulergarten. (Bilder: a.lombardi) Schiessdemonstration der Beresina-Grenadiere. Fridolin Ostzerhazy erzählt den Gästen einiges übers Glarnerland. Werner Schindler (links) und die beiden Gäste Igor Gruzo (rechts) und Michael Baikov mit der geschenkten Uniform der Beresina-Grenadiere. Werner Schindler und Igor Gruzo (rechts) stossen auf das Wohl der russisch-schweizerischen Freundschaft an.

Die Beresina-Grenadiere aus Glarus und Zug haben 2012 an den Feierlichkeiten «200 Jahre Schlacht an der Beresina» teilgenommen. Ermöglicht wurde diese Teilnahme durch Igor Gruzo und Michael Baikov vom Minsker Infanterieregiment. Dank diesen beiden konnten das Anliegen der Glarner und Zuger, den an der Beresina gefallenen Schweizer Soldaten am Ort des damaligen Geschehens zu gedenken, erfüllt werden. Nun weilen die beiden Betreuer zu einem Gegenbesuch in der Schweiz. Für sie wurde am vergangenen Montagabend beim Militärmuseum in Freulerpalast in Näfels ein spezieller Anlass organisiert.

Verlustreicher Russlandfeldzug


Werner Schindler, Kommandant der Beresina-Grenadiere, 3. Rgt., durfte an diesem schönen Abend eine Reihe von Gäste willkommen heissen, die seit Jahren die Aktivitäten der Beresina-Grenadiere unterstützen und mittragen. Er erinnerte an die Gastfreundschaft, die die Glarner und Zuger anlässlich des Jubiläums «200 Jahre Schlacht an der Beresina» im vergangenen Jahr in Borisov/Belarus erleben durften und hiess im besonderen Universitätsdozent Igor Gruzo und Michael Baikov vom Minsker Infanterieregiment willkommen. Der Russlandfeldzug von Napoleon endete 1812 in einer Katastrophe, sagte Schindler, wobei beim Rückzug die Überquerung des Flusses Beresina sehr verlustreich war. Von den 9000 Schweizer Soldaten kehrten damals nur 300 in die Schweiz zurück. Schindler erinnerte an die eindrückliche Feier im vergangenen Jahr an der Beresina, von der auch ein schöner Bildband nun Zeugnis ablegt.

Ein Stück Kanonenkugel

Fridolin Osterhazy stellte den Gästen Näfels und seine Geschichte näher vor. Er erwähnte den Kanton Glarus, in dem es etliche russische Spuren zu entdecken gebe. Speziell nannte er die Durchquerung des Glarnerlandes durch russische Truppen unter General Suworow.

Die Grüsse des Kantons überbrachte Landratspräsident Kaspar Krieg, der seiner Hoffnung Ausdruck gab, dass die Tradition der Beresina-Grenadiere noch lange aufrechterhalten werden könne.
Schindler überreichte den Gästen aus Weissrussland eine komplette Tambourenuniform der Beresina-Grenadiere. Gruzo und Baikov bedankten sich für das Geschenk und schenkten Schindler ein Stück einer Kanonenkugel, das auf dem Schlachtfeld an der Beresina gefunden worden ist. Die Uniform der Beresina-Grenadiere soll nun im kleinen Museum in Borisov/Belarus ausgestellt werden.