Eine «hoffnungsvolle» Weihnachtsgeschichte

Über die Weihnachtstage ist es im Glarnerland eher ruhig und die Aktualitäten halten sich in sehr engen Grenzen. Glarus24 nutzt diese Zeit, um den vielen Leserinnen und Lesern ruhige und besinnliche Feiertage zu wünschen. Anstelle eines aktuellen Berichtes veröffentlichen wir eine «hoffnungsvolle» Geschichte.




Die vier Kerzen
«Vier Kerzen brannten am Adventskranz. Es war ganz still. So still, dass man hörte, wie die Kerzen zu reden begannen. Die erste Kerze seufzte und sagte: «Ich heisse Frieden. Mein Licht leuchtet, aber die Menschen halten keinen Frieden; sie wollen mich nicht.“ Ihr Licht wurde immer kleiner und verlosch schliesslich ganz.» Die zweite Kerze flackerte und sagt: «Ich heisse Glauben. Aber ich bin überflüssig. Die Menschen wollen von Gott nichts wissen. Es hat keinen Sinn mehr, dass ich brenne.» Ein Luftzug wehte durch den Raum und die zweite Kerze war aus.

Leise und sehr traurig meldete sich nun die dritte Kerze zu Wort: «Ich heisse Liebe. Ich habe keine Kraft mehr zu brennen. Die Menschen stellen mich auf die Seite. Sie sehen nur sich selbst und nicht die anderen, die sich liebhaben sollen.» Mit einem letzten Aufflackern war auch dieses Licht ausgelöscht.

Da kam ein Kind in das Zimmer. Es schaute die Kerzen an und sagte: «Aber, aber ihr sollt doch brennen und nicht aus sein!» Fast fing es an zu weinen. Da meldete sich die vierte Kerze zu Wort und sagte: «Habt keine Angst! Solange ich brenne, können wir auch die anderen Kerzen wieder anzünden. Ich heisse Hoffnung.»

Mit einem Streichholz nahm das Kind Licht von dieser Kerze und zündete die anderen Lichter wieder an.»

Eine einfache Geschichte mit einem tiefen Sinn. 

Frohe Weihnachten wünscht Ihnen das Team von glarus24