Eine lange Firmengeschichte verläuft nicht in einer graden Linie

Am KMU Swiss Stamm am letzten Dienstag in Ziegelbrücke blickten Maximilian Gugelot und Reto Schuler nicht nur auf die 160 Jahre alte Geschichte der WESETA TEXTIL AG aus Engi zurück, sondern auch in die Zukunft des Glarner Unternehmens.



Eine lange Firmengeschichte verläuft nicht in einer graden Linie

Wenn ein Unternehmen auf eine 160 Jahre alte Geschichte blicken kann, können nicht alle Kapitel Erfolge sein. Dies sei bei der WESETA TEXTIL AGaus Engi auch nicht anders, berichteten Maximilian Gugelot und Reto Schuler am letzten Dienstag am KMU-Stamm in Ziegelbrücke. «Oft hätten dabei weltpolitische Ereignisse grossen Einfluss auf das eigene Unternehmen.» Bei der WESETA TEXTIL AGwar dies zum Beispiel die Weltwirtschaftskrise und der darauffolgende Weltkrieg, welche das Unternehmen an den Rand des Konkurses brachte. Die Übernahme durch die Familie Hefti und vor allem durch das selbst entwickelte Dreamfloor, folgte auf diese Krise eine schöne Erfolgswelle. In naher Vergangenheit habe der Rückzug von Fischbacher die WESETAdazu gezwungen, selbst als Marke aufzutreten. «Wir hatten aber das Glück, dass wir schon mit den bestehenden Partnern direkt in Kontakt standen.» So konnte schnell erklärt werden, dass ausser dem Namen an den Produkten nichts verändert wird. Am aufwendigsten war es da vor allem für die Mitarbeiterinnen, die bei den bereits konfektionierten Produkten die Labels auswechseln mussten. Aktuell gehe es darum, dass Unternehmen nicht nur auf das nach wie vor einzigartig hochwertige Produkt zu verankern, sondern mit den eigenen Stärken und Ressourcen das Unternehmen auf weitere Säulen abzustützen. «Dies sind vor allem der Kontakt in den Handel, aber auch die Infrastruktur.» So habe man sich entschieden, als Importeuer für branchennahe Hersteller aus dem Ausland zu fungieren. «Hier können wir unsere Kontakte, aber auch unsere Transport- und Lagerinfrastruktur ideal zusätzlich nutzen.» Dazu gehört in der heutigen Zeit natürlich auch der Vertrieb über das Internet, der durch eine neue gebündelte Plattform abgedeckt wird. Auf der anderen Seite will man die eigenen Frottier-Tücher und -Produkte vermehrt im Ausland vertreiben. «Hohe Qualität «Made in Switzerland» hat auch im Ausland einen noch kleinen, aber interessanten Markt.»

Daniel Schicker freute sich zu Beginn der Veranstaltung über den regen Besucherandrang. «Genau deswegen machen wir diese Anlässe.» Als Botschafter des Vereins KMU Swiss möchte er die Institution und dessen Angebot in der Region bekannter machen. Dazu gehört auch der Austausch unter den Mitgliedern und Gästen nach einem spannenden Referat. «Dies ist uns anscheinend heute gut gelungen.» Auch der Gründer von KMU Swiss Armin Baumann zeigte sich begeistert über das Referat. «Genau das ist eines der Ziele unseres Vereins.» Denn für das Vermitteln von Wissen und der Austausch zwischen unternehmerisch denkenden Persönlichkeiten wurde der Verein 1998 gegründet und organisiert schweizweit rund 50 Anlässe, Symposien und Weiteres.