Es sind doch keine Zahlen, die in die Schweiz einwandern, sondern Menschen! Menschen mit Schicksalen, Identitäten, Träumen und Zielen, die alle eins gemeinsam haben: Sie geben uns eines der grössten Komplimente, die wir uns nur vorstellen können, indem sie ihre alte Heimat, mit all den sozialen Kontakten, Erinnerungen und Verbundenheiten aufgeben, um bei uns ein neues Leben zu beginnen.
Und wie reagieren wir darauf? Wir reduzieren sie auf Nummern. Wir rechnen den Platz, den sie einnehmen, gegen die möglichen Mehreinnahmen, die sie generieren und sagen ihnen damit, dass uns der Mensch hinter diesen Zahlen komplett egal ist.
Mit der Annahme dieser Vorlage würden wir dann sogar noch einen Schritt weitergehen und sie nicht nur zu Zahlen machen, sondern diesen Zahlen auch gleich noch die Schuld an unseren Problemen geben und darauf hoffen, dass die dann schon besser werden, wenn nur die Einwanderung tief genug bleibt.
Wer wissen möchte, wie eine solche Herangehensweise ausgeht, braucht nur ins Vereinigte Königreich und auf die Folgen des Brexits zu blicken, um zu sehen, wie eine solche Politik der Abschottung die Probleme eines Landes löst: Nämlich überhaupt gar nicht!
Sagen wir deshalb am 14. Juni klar «Nein» und befassen uns lieber damit, wie wir unsere Probleme anpacken können, anstatt sie anderen in die Schuhe zu schieben!
Weltmeister der Herzen



