Eine Woche voller Waldabenteuer – Schulkinder entdecken die Natur mit allen Sinnen

«Im Wald, im schüünä, grüänä Wald …» klang es vergangene Woche fröhlich rund um das Pfadiheim Niederurnen. Die Schulkinder der ersten und zweiten Klassen aus Oberurnen verbrachten dort eine ganze Schulwoche und tauchten gemeinsam in die faszinierende Welt des Waldes ein. Dabei wurde entdeckt, geschnitzt, gekocht, gespielt und gelernt, und dies bei jedem Wetter mit grosser Begeisterung.



Eine Woche voller Waldabenteuer – Schulkinder entdecken die Natur mit allen Sinnen

Auf den unterschiedlichsten Wegen begegneten die Kinder kleinen Schneckchen, flinken Käfern und auch den eher lästigen Fliegen, sodass es jeden Tag Neues zu entdecken gab.

Besonders spannend wurde es beim Besuch von Revierförster Adrian Kamm. Mit viel Wissen und Geduld erklärte er den Kindern die Geheimnisse der Bäume und des Waldes. So konnten die Kinder das Alter der Bäume anhand der Jahrringe in Erfahrung bringen, lernten spannende Details über Blätter mit Milbenbefall und hielten Baumrinden mit Frottage-Technik auf Papier fest.

Während eine Gruppe den Wald erforschte, lernte die andere den sicheren Umgang mit dem Sackmesser. Gemeinsam wurden zuerst wichtige Regeln wie «Wer schnitzt, der sitzt» oder «Ich schnitze immer weg vom Körper» besprochen. Anschliessend übten die Kinder sorgfältig das sichere Öffnen und Schliessen des Messers. Danach galt es, Äste anzuspitzen und mit kreativen Mustern zu verzieren. Der Höhepunkt folgte mit dem Sackmesser-Test. Stolz befestigten die Kinder danach ihren frisch erworbenen Schnitzausweis am Rucksack.

Auch in der Küche herrschte reger Betrieb. Unter der Leitung von Martina Gross wurde einmal Gemüse geschnippelt und daraus eine feine Gemüsesuppe gekocht. Die geschnitzten Stecken kamen ein anderes Mal beim Schlangenbrot zum Einsatz, welches über dem Feuer mit mehr oder weniger Geduld gebraten wurde.

Daneben wurden fantasievolle Waldlinge hergestellt, versteckte «Wolfs»-Höhlen entdeckt und mit Blachen rasante Rutschen gebaut. Wer wollte, konnte zudem in Ruhe an einem eigenen Schnitzprojekt arbeiten. Und auch Bewegung durfte nicht fehlen. Der Platz vor dem Pfadiheim verwandelte sich kurzerhand in eine fröhliche Limbo-Tanzfläche.

Die Waldwoche bot den Kindern unzählige Erlebnisse, spannende Erfahrungen und viele gemeinsame Momente und bleibt sicher noch lange in Erinnerung.