Bereits um 3 Uhr morgens hiess es am Abreisetag bereit zu stehen, wo wir von unseren hilfsbereiten Männern nach Ziegelbrücke chauffiert wurden. 12 Frauen standen dann voller Vorfreude am Gate für den Flug nach Sarajevo. Am ersten Tag stand der Besuch des Heimatdorfes von Svjetlana Hefti an. Wir besuchten ihre Mutter mit Familien, wo wir göttlich verköstigt wurden, um dann anschliessend das Dorf und die Schule zu besichtigen. Bevor wir die Zimmer im Hotel Central in Sarajevo beziehen konnten, besuchten wir noch das Dorf Kresevo, wo wir eine Führung im Franziskanermuseum und somit ein erstes Eintauchen in die wahrhaft interessante Geschichte des Landes erleben durften, sowie eine Vorführung der dort sehr ausgeprägten Schmiedekunst. Wer ein ausgeblasenes Ei mit einem Hufeisen beschlagen konnte, war Meister seines Faches und für heiratswillige Mädchen eine äusserst gute Partie, so die Erzählungen von früher. Am nächsten Tag stand die Erkundung der Hauptstadt Sarajevo, sowie eine Stadtführung auf dem Plan. Zusammen mit der Führerin tauchten wir dann endgültig in die Geschichte von Sarajevo ein, wo auch das traurige Thema des jüngsten Krieges und die Belagerung beleuchtet wurde. Wir besuchten die Highlights wie die Bey-Moschee, den Ort des Attentats Franz Ferdinands auf der Lateinerbrücke, das Rathaus und die Altstadt, wo verschiedene Kulturen sich treffen und darum als das europäische Jerusalem bekannt ist. Die nächsten Tage danach widmeten wir uns voll und ganz dem Thema der olympischen Spiele in Sarajevo von 1984. Wir besuchten den Skiort Bjelasnica, wo die Abfahrt stattgefunden hat, aber auch Orte, wie den Berg Igman mit der Schanzenanlage, welcher aber bald als «Lost place» in die Geschichte eingehen wird. Dennoch wird die Olympiade in der Region immer noch als ein fantastisches Grossereignis wahrgenommen und gefeiert. Nach vier intensiven Tagen, welche wir in vollen Zügen genossen haben, liessen wir Svjetlana noch bei ihrer Familie zurück und machten uns mit vielen wunderbaren Momenten und Eindrücken im Gepäck wieder auf den Heimweg, wo wir wiederum in Ziegelbrücke zu später Stunde von der nächsten Gruppe von Ehemännern abgeholt und sicher nach Engi und Matt chauffiert wurden. Vielen Dank allen, die diese Reise unvergesslich gemacht haben.




