Eiszeit in der Mietwohnung: Handeln ist besser als Frieren

Was gibt es Schöneres, als im kalten Winter in einer warmen Stube zu sitzen. Doch nicht allen Mieterinnen und Mietern ist dieser Genuss vergönnt. Welche Rechte haben Sie, wenn die Heizung in Ihrer Mietwohnung nicht richtig funktioniert?



«Den ganzen Winter über fröstle ich in meiner Wohnung»
«Den ganzen Winter über fröstle ich in meiner Wohnung»

«Den ganzen Winter über fröstle ich in meiner Wohnung», klagen viele Mieterinnen und Mieter. Das muss sich aber niemand bieten lassen. In unseren Breitengraden muss eine Wohnung beheizbar sein, gemäss einer allseits anerkannten Regel auf mindestens 20 Grad Celsius. Das Bundesamt für Energie BFE empfiehlt für Schlafzimmer und Gänge sogar eine Temperatur von nur 17 Grad Celsius. Welche Räume als Schlafzimmer oder als Wohn- oder Arbeitsbereiche benutzt werden, ist Mieterinnen und Mietern überlassen. Deshalb muss die ganze Wohnung auf mindestens 20 Grad beheizbar sein. Im Badezimmer darf laut BFE das Thermometer sogar 23 Grad anzeigen (Broschüre «Heizen mit Köpfchen», www.energie.schweiz.ch). Zulässig ist eine nächtliche Temperaturabsenkung, jedoch nicht unter 16 bis 17 Grad.

Wer in der Wohnung also fröstelt, kontrolliert die effektive Temperatur am besten mit einem selbstgekauften Thermometer. Erreicht dieses keine 20 Grad, informieren Sie den Vermieter oder Hauswart. Lösen die das Problem nicht kurzfristig, beschweren Sie sich beim Vermieter mit eingeschriebenem Brief. Halten Sie darin fest, welche Werte Ihr Thermometer anzeigt. Dann können Sie grundsätzlich von diesem Zeitpunkt an eine Mietzinsreduktion beanspruchen. Über das weitere Vorgehen lassen Sie sich am besten vom Mieterverband beraten. Notieren Sie zunächst weiterhin täglich die Ablesewerte auf Ihrem Thermometer.