Elmer Chäsmärt trotzt dem Wetter

Das Interesse am Glarner Alpchäs- und Schabzigermärt in Elm ist nach wie vor ungebrochen. Trotz weniger einladendem Wetter erschienen auch dieses Jahr wieder über 5000 Besucher in Elm, um sich von der ausgezeichneten Qualität des Glarner Alpkäses zu überzeugen. Höhepunkt wie jedes Jahr bildete der Alpabzug mit den herausgeputzten Kühen und den stolzen Sennerinnen und Sennen.




Während vielen Jahren stand der Wettergott dem Anlass Pate und beschenkte die Organisatoren mit dem schönsten Herbstwetter. Dieses Jahr machte er wohl Pause, sodass die Organisatoren sich veranlasst sahen, vorsorglich zwei Festzelte zu erstellen. Damit verlor auf der einen Seite der Platz seinen Charme, auf der anderen Seite waren die vielen Besucher bei einem möglichen Regen an einem trockenen Platz gesessen. «Wir können das Wetter – zum Glück – nicht bestimmen und mussten aufgrund von der Wetterprognose diesen Entscheid fällen. Im Nachhinein ist man immer klüger.» Heinz Trachlser, Geschäftsführer von Glarona Käsegenossenschaft, zog trotz diesen Umständen ein gesamthaft gesehen positives Fazit.

Sehr gute Qualität trotz wechselhaftem Wetter

Der Glarner Alpchäs- und Schabzigermärt bietet den verschiedenen Älplern die Möglichkeit, ihre Produkte einem breiten Publikum zu präsentieren, die aber auch an den vielen Ständen die Qualität des angebotenen Alpkäses degustieren können. Jeder Alpkäse hat stets einen unterschiedlichen Geschmack, je nachdem auf welcher Alp er hergestellt wurde. «Mit der Qualität und der Menge des diesjährigen Alpkäses dürfen wir sicher zufrieden sein. Wenn auch zu Beginn das Wetter etwas zu trocken und der Juli etwas zu nass war, das schöne und trockene Wetter hat viel dazu beigetragen, dass die Älpler doch noch von einer erfreulichen Ausbeute sprechen können.» Thomas Elmer, OK-Präsident, führte weiter aus, dass der heutige Anlass beste Werbung für den ausgezeichneten Glarner Alpkäse ist, der sich immer grösserer Beliebtheit erfreut. Heinz Trachsel von der Glarona Käsegenossenschaft ist überzeugt, dass der Glarner Alpkäse auch dieses Jahr guten Absatz finden wird. Man könne heute aufgrund des guten Ertrages der vergangenen Jahre auch einen einjährigen, etwas rezenteren Käse anbieten und somit den Bedürfnissen der Konsumenten noch besser entsprechen. Trachsel weiter: «Der diesjährige Ertrag ist in etwa gleich wie der im Vorjahr.» Der Gesamtertrag aus den Glarner Alpen liegt bei rund 80 Tonnen, davon wird ein Teil über Direktverkauf verkauft. Rund 11 000 Laib Käse werden dann bei der Glarona eingelagert und vermarktet. Unter anderem 1500 bis 2000 Kilo am diesjährigen Alpchäsmärt.»

Auch ein Fest der Helferinnen und der Helfer


Ein Fest oder ein Anlass in dieser Grösse, mit gegen 5000 Besuchern, steht und fällt auch mit dem Engagement der vielen Helferinnen und Helfer, die stets ihr Bestes zum Gelingen beitragen. Es beginnt mit dem freundlichen Parkplatzeinweiser, der die vielen ankommenden Autos ruhig, aber bestimmt an ihren Platz leitet. Die vielen Helferinnen, die für das leibliche Wohl der Gäste besorgt sind. Unermüdlich servieren sie die beliebten «Älplermagronen» eine feine «Älplerrösti» oder ganz einfach nur ein kühles Getränk. Stets freundlich lächelnd und zuvorkommend. Die jungen Mädchen, die die so beliebten «Zigerbrütli» feilhalten, auch sie stets mit einem freundlichen Lächeln. Und nicht zu vergessen, die vielen anonymen Helferinnen und Helfer im Hintergrund, in der Küche, am Buffet , beim Grillieren der Alpschweinbratwürste, beim Abwaschen des schmutzigen Geschirrs und der Gläser oder welche, die jederzeit für den Nachschub von Nahrungsmittel und Getränken besorgt sind. Ihnen gilt ein besonderer Dank, denn ohne sie wäre ein solches Fest überhaupt nicht durchführbar.

Da nach Gesetz die Kühe spätestens Ende September von den Alpen geholt werden, mussten die Tiere speziell für diesen Anlass noch einmal festlich «herausgeputzt» und fantasievoll geschmückt werden. Auf beiden Strassenseiten standen die Zuschauer Spalier und bestaunten einmal mehr dieses eindrückliche Spektakel.