Endlich ein Sackmesser für Kreiskommandant Rhyner

Seit sehr vielen Jahren organisierte Kreiskommandant Walter Rhyner die Entlassungsfeier der Glarner Soldatinnen und Soldaten aus dem Militärdienst. In diesem Jahr galt diese Verabschiedung im Brauereigasthof Adler in Schwanden auch ihm selber; nachdem er Tausende Sackmesser als Dank für den Dienst verteilt hat, dürfte er an diesem Abend endlich selber eines in Empfang nehmen.



Endlich ein Sackmesser für Kreiskommandant Rhyner

Die Entlassungsfeier aus dem Militärdienst läuft im Kanton Glarus stehts nach dem gleichen Programm ab. Zuerst wird das Material im Zeughaus Glarus zurückgegeben, bevor es im Brauereigasthof Adler in Schwanden zur eigentlichen Zeremonie und dem gemütlichen Abendessen kommt. Der Ablauf muss da ja auch nicht gross verändert werden, denn in der Regel werden die Glarner Soldatinnen und Soldaten nur einmal in ihrem Leben aus dem aktiven Militärdienst entlassen. Ein wichtiger Bestandteil und ein schönes Souvenir der Feier stellt jeweils das speziell gravierte Sackmesser dar, welches der Regierungsrat persönlich als Dank für den geleisteten Dienst im Namen von Kanton und Land überreicht. Am letzten Freitag war der Ablauf nicht anders, jedoch stand ein spezieller Name auf der Liste der Menschen, die aus dem Militärdienst entlassen wurden. Seit vielen Jahren organisierte Major Walter Rhyner als Kreiskommandant nicht nur den oben beschriebenen Anlass, sondern stand vom Orientierungstag, über den Stellungstag und bei allfälligen Dienstverschiebungen den Glarnerinnen und Glarner vom ersten bis letzten Tag der Dienstzeit an der Seite. Da er Ende Jahr in seinen Ruhestand tritt, wurde er am letzten Freitag selbst aus dem aktiven Dienst entlassen. Sein Nachfolger wird Christian Middendorf. 

Als neuer Vorsteher des Departments Sicherheit und Justiz würdigte Regierungsrat Christian Marti den langjährigen Einsatz von Rhyner in seinem Amt als Kreiskommandant. «An diesem Abend bedanken wir uns für den Einsatz für unser Land und unsere Gemeinschaft. Kaum jemand hat dies mehr vorgelebt als du.» Ähnlich grosse Dankesworte widmeten Hansruedi Forrer im Namen der drei Gemeinden und Divisionär Germaine Seewer dem Scheidenden und wünschten ihm alles Gute im neuen Lebensabschnitt.

Natürlich widmeten die drei ihren Dank auch an alle anwesenden Soldatinnen und Soldaten für den geleisteten Dienst. «Ihr Dienstbüchlein ist für ein aussenstehenden nur eine Auflistung von Zahlen und Daten. Für sie ist eine Ansammlung einmaliger Erlegnisse. Halten Sie diese und die Armee in guter Erinnerung», meinte Seewer an die Versammlung gerichtet. Dann ging es endlich an die eigentliche Übergabe der Dienstbüchleins und eben dem speziellen Sackmesser, bevor das gemütliche gemeinsame Abendessen die etwas einmaligere Entlassungsfeier abschloss.