Energie sparen – Geldbeutel schonen

Energie sparen, Wohnkomfort erhöhen und Wert des Eigentums steigern: Die Gründe für eine energetische Sanierung sprechen für sich. Und so haben im vergangenen Winter 2017/18 schweizweit 8500 Immobilienbesitzer die Raiffeisen-Aktion zum Anlass genommen, Wärmebilder zu bestellen.




Die Ergebnisse der Raiffeisen-Wärmebildaktion von Dezember bis März 2018 bringen es an den Tag: Bei 67 Prozent der untersuchten Wohnobjekte liegen die Schwachstellen bei den Fenstern, bei 40 Prozent im Eingangsbereich und bei 33 Prozent lassen Teile der Fassade zu viel Wärme nach draussen. Viele dieser Schwachstellen lassen sich unter Beizug eines Fachbetriebs mit geringem Aufwand beseitigen.

Gibt es an mehreren Stellen Wärmeverluste, empfiehlt sich eine Gesamtbetrachtung durch einen Energieberater. Dieser stellt sicher, dass alle jetzigen und allfällig späteren Massnahmen aufeinander abgestimmt sind und bei einer Etappierung keine unnötigen Ausgaben entstehen. Insbesondere Heizung, Fassadenisolation und Fenster sollten nicht unabhängig voneinander in Angriff genommen werden.

41 Prozent Energiesparpotenzial

Wärmebilder können nur Schwachstellen an der Gebäudehülle aufzeigen. Weitere Quellen von Energieverlusten gibt es beispielsweise beim Estrich oder der Kellerdecke. Zudem sitzen die grössten «Energiefresser» im Haus selber. Einen ganzheitlichen Hinweis auf das Energiesparpotenzial der jeweiligen Immobilie gibt die energetische Einschätzung, die den Wärmebild-Bestellern zusätzlich angeboten werden. Die energetischen Einschätzungen zeigen, dass im Schnitt 41 Prozent Energie eingespart werden kann, rund 2400 Franken jährlich.

Wie rechnen sich energetische Modernisierungen?

Jede energetische Modernisierung ist zu Beginn mit grösseren Investitionen verbunden. Die jährlichen Einsparungen erscheinen in der kurzfristigen Betrachtung vergleichsweise gering. Langfristig aber rechnet sich eine energetische Sanierung. Bei der Rentabilitätsbetrachtung sind nämlich Faktoren zu berücksichtigen, derer sich viele Eigentümer nicht bewusst sind: So fallen etliche Kosten früher oder später sowieso an wie Ersatz der Heizung oder Erneuerung der Fassade. Zudem werden sich fossile Energieträger durch steigende Abgaben und Lenkungssteuern in den nächsten zehn Jahren signifikant verteuern.

Darüber hinaus sind energetische Sanierungen ein wichtiger Bestandteil zum Substanz- und damit zum Werterhalt, was sich bei einem allfälligen Verkauf auszahlt. Ein Teil der Sanierungskosten lässt sich zudem vom steuerbaren Einkommen abziehen. Und schliesslich gibt es noch Unterstützung vom Staat. Aus den CO2-Abgaben auf Brennstoffen stehen im Rahmen des Gebäudeprogramms 450 Millionen Franken bereit, um den Immobilienbesitzern eine finanzielle Unterstützung bei der Effizienzsteigerung ihrer Immobilie zu geben.

Raiffeisen unterstützt Eigenheimbesitzer

Die Wärmebild-Aktion, die im kommenden Winter wiederholt wird, ist nur eines von vielen Angeboten, mit welchen Raiffeisen energetisches Modernisieren fördert. Als erste Bank in der Schweiz bietet Raiffeisen im Rahmen der Wohneigentumsberatung die Möglichkeit einer energetischen Einschätzung einer Liegenschaft, basierend auf der Skala des Gebäudeenergieausweises der Kantone (GEAK). Gleichzeitig wird ein allfälliger Sanierungsbedarf ausgewiesen, der inklusive steuerlicher Auswirkungen und unter Berücksichtigung von Fördermitteln in die finanzielle Planung integriert werden kann.

Wer sich für eine Sanierung seiner Immobilie entscheidet, lässt im Anschluss an das Gespräch mit dem Bankberater am besten einen GEAK Plus erstellen. Diesen erhalten Raiffeisen-Mitglieder zu einem attraktiven Fixpreis. Der GEAK zeigt auf, wie viel Energie ein Gebäude durchschnittlich für Heizung, Warmwasser, Beleuchtung usw. benötigt, er schafft einen Vergleich zu anderen Gebäuden und schlägt Verbesserungen vor.