Energieeffizienz im und am Gebäude verbessern

Im Gebäudebereich wird ein erheblicher Anteil der Energie und speziell auch der Elektrizität verbraucht. Mit Effizienzmassnahmen kann dieser Verbrauch deutlich gesenkt werden.




Haushalte verbrauchen 32% der Elektrizität und 28% der gesamten Energie in der Schweiz. Im Kanton Glarus liegen diese Anteile in einem ähnlichen Bereich. Damit wird klar: Jede Person hat die Möglichkeit, ihren Beitrag zur Reduktion des Energie- bzw. Elektrizitätsverbrauches zu leisten.

Umwälzpumpen von Zentralheizungen beispielsweise können richtige Energiefresser sein und sind zudem meist überdimensioniert. Durch den Ersatz der Umwälzpumpen durch neue, angepasste Einheiten lässt sich deren Effizienz direkt und ohne Nutzungsminderung steigern. Deshalb hat die Aktionsgruppe «pro Kilowatt» des Bundes ein Förderprogramm für den Ersatz von Umwälzpumpen erarbeitet. Dieses Programm ist für Anlagen in sieben Kantonen, darunter auch Glarus, verfügbar und läuft noch bis mindestens Ende 2016. Informationen dazu können via Internet oder bei der Energiefachstelle bezogen werden (www.umwälzpumpeplus.ch).

Auch eine verbesserte Wärmedämmung der Gebäudehülle kann die Energieeffizienz steigern. Dies wurde in Glarus bereits im Winterhalbjahr mit der Informationskampagne «Isolieren hilft heizen» aufgezeigt. Positive Effekte daraus sind: Tiefere Energiekosten, höherer Komfort, bessere Vermietbarkeit, gesteigerte Werterhaltung, Ressourcenschonung und Schonung des Klimas.

Kantonale Energie-Förderprogramme


Das kantonale Energie-Förderprogramm unterstützt diverse Massnahmen im Bereich der Energieeffizienz und fördert den Einsatz von erneuerbaren Energien. Eine gute Grundlage bei einer anstehenden Haussanierung bietet das Energie-Coaching durch einen unabhängigen Energieberater. Durch das Energie-Coaching erkennt ein Eigentümer klar, wo energetische Schwachstellen im oder am Gebäude sind und kann so kosteneffizient gezielte Massnahmen umsetzen.

Die haustechnischen Anlagen in bestehenden Gebäuden (Solaranlagen, Holzfeuerungen, Ersatz von Öl- und Gasheizungen, usw.) werden im Kanton ebenfalls gezielt gefördert. Industrielle Prozesse und Anlagen weisen häufig hohe Optimierungspotenziale auf, welche es zu nutzen gilt. Innovative Projekte oder Energiesysteme werden nach Einzelfall behandelt und gefördert. Mit dem nationalen Gebäudeprogramm wird die Sanierung von Bauteilen der Gebäudehülle finanziell unterstützt. Der Kanton fördert diese Sanierungen zusätzlich und leistet gebietsweise differenziert einen Zusatzbeitrag.

Wichtig bei allen Fördergesuchen ist, dass sie zwingend vor Baubeginn eingereicht werden müssen. Nachträglich eingereichte Anträge werden nicht behandelt.

Eine detaillierte Zusammenstellung des kantonalen Förderprogramms sowie die entsprechenden Formulare sind unter www.energie.gl.ch, Informationen zum nationalen Gebäudeprogramm unter www.dasgebaeudeprogramm.ch.abrufbar.

Gerne erteilt Ihnen die kantonale Energiefachstelle Auskünfte über die Förderprogramme.