Energieerzeugung beim Kraftwerk Linth-Limmern tiefer als im Vorjahr

Die Generalversammlung der Kraftwerke Linth-Limmern AG (KLL) genehmigte die Jahresrechnung 2013/14 und beschloss die Auszahlung einer unveränderten Dividende von 2,5% auf dem am 30. Oktober 2013 erhöhten Aktienkapital von 350 Mio. Franken, was 8,75 Mio. Franken entspricht. Beim Grossprojekt Linthal 2015 sind die Arbeiten auf Kurs.



Die in Tierfehd/Linthal gemessene Niederschlagsmenge von 1748,4 mm entspricht 96,7% der Durchschnittsmenge der 47 Vorjahre. Die Energieerzeugung fiel aufgrund des Wiederaufstaus des Limmernsees mit 293,079 Mio. kWh (Vorjahr 717,309 Mio. kWh) viel tiefer aus als im Vorjahr. Die KLL erreichte mit dieser Erzeugung noch 61,3% des 10-jährigen Mittels.

Die Jahreskosten zulasten der Partner (Energieabgabe an Partner) sind gegenüber dem Vorjahr um 10,725 Mio. Franken oder 15% gestiegen. Die aufgrund der kompletten Entleerung des Limmernsees erwartet geringe Jahresproduktion und die höheren Jahreskosten hatten zur Folge, dass der Kilowattstunden-Preis der abgegebenen Energie im Zusammenhang mit dem Projekt Linthal 2015 von 10,27 Rappen auf 30,13 Rappen stieg.

Linthal 2015


Der Netzanschluss des PSW Limmern, eine rund 17 km lange 380-kV-Freileitung zwischen Tierfehd und Sool, ist ein wichtiges Element für das Projekt Linthal 2015. Bis Ende September 2014 waren alle 65 Masten komplett montiert. Die Leitseile konnten eingezogen werden. Die Inbetriebnahme des Netzanschlusses im Frühling 2015 kann somit termingerecht erfolgen.

Ein weiterer Meilenstein wurde mit der Anlieferung der vier je rund 200 Tonnen schweren Transformatoren erreicht. Bei den Maschinengruppen 1 und 2 ist bereits die Montage der Statoren und der Kugelschieber in Arbeit. Bei den Maschinengruppen 3 und 4 sind die Zweitbetonarbeiten nahezu abgeschlossen.

Die Arbeiten bei der Staumauer auf der Muttenalp kamen im Sommer 2014 planmässig voran. Ende September war die Mauer über die gesamte Länge von rund 1000 m durchgehend geschlossen. Damit konnte ein wichtiger Meilenstein ein Jahr früher als geplant erreicht werden.

Die Arbeiten verlagerten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr in verschiedenen Bereichen mehr und mehr von Ausbruch- und Bautätigkeiten zum Innenausbau und zur Montage. Die Arbeiten bei den Elektromechanik-, den Elektrotechnik- sowie den Haustechnik-Losen gestalten sich wegen der vielen Schnittstellen und der hohen Komplexität als äusserst anspruchsvoll, verlaufen aber entsprechend der Planung. So soll Ende Jahr die erste Maschinengruppe Strom ins Netz liefern.

Organe


Am 30. Oktober 2013 fand in Glarus eine ausserordentliche Generalversammlung statt. Die Generalversammlung beschloss, das Aktienkapital von 200 Mio. Franken auf 350 Mio. Franken zu erhöhen. An den Beteiligungsverhältnissen änderte sich nichts (85% Axpo Power AG, 15% Kanton Glarus).

Die Aktionäre wählten an der 57. ordentlichen Generalversammlung vom 25. März 2015 wiederum Rolf W. Mathis, Dr. Andrea Bettiga, Guy Bühler, Jörg Huwyler, Robert Marti und Dr. Jürg Wädensweiler als Mitglieder des Verwaltungsrats für die Amtsdauer von einem Jahr.