Ennenda – die Chlauszeit naht

Den Aushängen in den verschiedenen Schaufenstern kann entnommen werden, dass bald wieder die Chlauszeit samt Umzug durchs Dorf, Markt und Festbeizli auf dem Schulhausplatz, damit auch früheres Eindunkeln und kältere Zeiten – vielleicht mit etwas Schnee – zu erwarten sind.



Noch dominieren Föhn und Spätherbst, noch will niemand so richtig ans Chlausgeschehen und den Advent glauben. Aber am 30. November ist es wieder so weit. Eine alte, geschätzte Tradition lebt wieder auf. Da und dort werden Iffelen, Schellen und Lampions hervorgeholt, die Treicheln werden poliert und bald mal im Takt geschwungen, Fackelträger zeigen allen, wo sich der Umzug am späteren Nachmittag ab Schulhausplatz durch die Dorfstrassen bewegt. An den Ständen auf dem Schulhausplatz wird es verführerisch duften und bereits können erste Geschenke und Chlausgerechtes erworben werden. Und nach dem Umzug erhalten alle, die im Besitze der entsprechenden Bons sind, wieder einen gut und reichhaltig gefüllten Chlaussack. So gilt es, im Dorf einzukaufen, damit die Gutscheine zu jenen gelangen, die Freude an sorgsam gepflegten Traditionen haben und gerne mittun. Die Mitglieder des Heimatchörlis werden wieder einige Hundert Säcke abzufüllen haben, dies in zeitraubender und nicht selbstverständlicher Kleinarbeit. Die Mitglieder des mitorganisierenden Gewerbevereins finanzieren den Inhalt der Chlaussäcke stets verdankenswert bereitwillig. Die genauen Zeitpunkte sind beispielsweise auf den ausgehängten Plakaten enthalten. Kenner wissen bereits, wann der Chlaus samt seinen unentbehrlichen Helfern abgeholt wird. Und das eine oder andere Kind wird sich schon mal überlegen, was es den Chlaus fragen will, bevor es fröhlich und lärmig wird.