Ennenda und Elm haben etwas auszujassen

Am 23. Juli 2015 produziert das Schweizer Fernsehen mit dem Donnschtig-Jass eine seiner erfolgreichsten Liveshows im Kanton Glarus. Ob Glarus Süd mit Elm oder die Gemeinde Glarus mit Ennenda Austragungsort ist, entscheidet sich am 16. Juli im Wallis.



Seit Jahren tingelt der Donnschtig-Jass jeweils im Sommer wie ein Wanderzirkus von Dorf zu Dorf. Das Prinzip ist einfach: Zwei Ortschaften treten gegeneinander an, es gibt vier Jassrunden, gejasst wird Differenzler. Die Gemeinde mit weniger Differenzpunkten, wird nächster Austragungsort. Das Fernsehen produziert die Sendung, das Dorf organisiert das Fest. So einfach das klingt, so anspruchsvoll ist die Organisation. Während das SRF mehrerer Tage mit jeder Menge Personal und Technik vor Ort ist, organisieren die Organisationskomitees einen Grossanlass für 2000 oder mehr Besucherinnen und Besucher.
>> www.srf.ch/sendungen/donnschtig-jass

Reko im ganzen Kanton

Schon vor zwei Jahren hatte der damalige Standortförderer von Glarus Süd seine Gemeinde für den Donnschtig-Jass vorgeschlagen. Ein Jahr nach den Samschtig-Jass-Aufzeichnungen im Güterschuppen Glarus kommt nun das Live-Format. Den Entscheid für Elm und Ennenda hat die zuständige SRF-Redaktion nach einer ausführlichen Reko-Tour gefällt. Die Tour führte vom Kerenzerberg bis nach Linthal und Elm zu gut einem Dutzend potenziellen Plätzen. Diese wurden im Voraus mit den drei Glarner Gemeinden abgesprochen.

Dazu der Standortförderer aus Glarus Nord, Andreas Neumann: «Wir waren in der ganzen Gemeinde unterwegs. Die teilweise engen Platzverhältnisse waren trotz der Schönheit der Plätze eine Herausforderung für eine TV-Produktion. Dennoch konnten verschiedene Orte gezeigt werden, die für eine Durchführung geeignet sind. Die Austragung in Näfels vor fünf Jahren war der Crew noch in bester Erinnerung, sodass es für eine erneute Durchführung in Glarus Nord wohl noch zu wenig lang her ist.» Das Kantonsmarketing hat die Reko-Tour begleitet. «Es war ein regnerischer Oktobertag, der nicht ganz alle landschaftlichen Vorteile des Glarnerlands präsentierte», weiss Werner Kälin von der PR-Agentur des Kantonsmarketings. «Schlussendlich war die Redaktion dann doch sehr angetan und hat sich für uns entschieden.»

Dorf- und gemeindeübergreifende Zusammenarbeit


Zurzeit organisieren sich die lokalen Organisationskomitees, um am 23. Juli in Elm Station oder in Ennenda auf dem Schulhausplatz ein einmaliges Fest auf die Beine zu stellen. «Wir erhalten die grosse Chance, den Donnschtig-Jass nach Glarus Süd zu holen und haben dabei die Gelegenheit, unsere Gemeinde im besten Licht zu präsentieren», freut sich Gemeindepräsident This Vögeli aus Glarus Süd. «Ein solches Grossereignis ist für die Bevölkerung einmalig. Das wollen wir uns auf keinen Fall entgehen lassen.» Auch in der Gemeinde Glarus freut man sich auf den Donnschtig-Jass. Glarus Service und der Verkehrsverein Ennenda arbeiten eng zusammen. «Zurzeit bereiten wir den Helferaufruf vor, der wohl auch an der Hauptversammlung vom 13. März ein Thema sein wird», so Rolf Böni vom Verkehrsverein Ennenda. Für den Donnschtig-Jass braucht es nebst der SRF-Crew rund 100 Helferinnen und Helfer, Techniker und Sicherheitspersonal sowie die ganze Infrastruktur für ein Volksfest mit rund 2000 Besucherinnen und Besuchern.

Jass-Ausscheidungsturniere am 30. März und 1. April

Damit Ennendas und Elms Chancen intakt bleiben, gilt es die besten Jasser aus der jeweiligen Gemeinde ins Rennen zu schicken. Die Ausscheidungsturniere finden am 30. März für Ennenda im Gesellschaftshaus und am 1. April für Elm im Brauereigasthof Adler in Schwanden statt. Türöffnung ist um 19.00 Uhr. Besonders wichtig ist, dass auch Jugendliche zwischen 10 und 18 Jahre dabei sind, weil die oder der beste Jugendliche für die Live-Sendung am 16. Juli in Brig oder Leukerbad qualifiziert ist. Ausserdem qualifizieren sich die Ränge eins und zwei sowie die beste Dame oder der beste Herr (je nach Rang eins und zwei). Der Jassclub Tödi begleitet beide Glarner Ausscheidungsturniere zusammen mit dem SRF-Turnierleiter Dani Müller. «Wir organisieren am 6. März im Rahmen der Glarner Jassmeisterschaft eine Vorrunde in der Mensa der Kantonsschule. Damit wollen wir speziell junge Jasser ansprechen. Es wäre toll, wenn sich die Jungen dann auch für die Ausscheidungen zum Donnschtig-Jass anmelden», freut sich der Jassclub-Präsident Mathias Zopfi. Das Anmeldeformular für die Ausscheidungstermine liegt während der Glarner Jassmeisterschaft vom 3. bis 14. März 2015 vor Ort auf und steht auch online beim Jassclub Tödi zur Verfügung.

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