Ennenda und Leuggelbach lösen Finalticket

Die letzte Runde in der Schweizerischen Gruppenmeisterschaft Gewehr 300m ist absolviert, die Finalteilnehmer stehen fest. Unter den insgesamt 64 Gruppen in drei Feldern sind mit Ennenda SG im Feld A und Leuggelbach SG im Feld B zwei Glarnergruppen vertreten. Ennenda SG erkämpfte sich die Finalteilnahme mit 963 Punkten und Leuggelbach SG mit deren 348 Ringen. Die restlichen drei Vertreter aus dem Glarnerland, Linthal-Auen SV und Niederurnen Stand mit je 952 im Feld A sowie Ennenda SG mit 676 Zählern im Feld D, scheiterten leider kurz vor dem Ziel.



Ennenda SG mit Roger Bissig
Ennenda SG mit Roger Bissig

Dass es in der dritten und letzten Hauptrunde keine leichen Gegner mehr gibt ist bekannt, doch wozu sind die Glarner, noch zu Dritt vertreten, imstande. Können sie über sich hinaus wachsen und dem einen oder andern Favoriten ein Bein stellen? Oder spielen die eingeschränkten Voraussetzungen, wie z.B. die Schiessstandbelegung oder Arbeitseinsätze am Kantonalschützenfest, eine Rolle, da nicht alle möglichen Schiesstage benutzt werden konnten?

Feld A: Nur Ennenda in Normalform

Ennenda SG hatte sich in diesem Jahr entschlossen auf den Schiessstand „Schneisigen“ in Näfels auszuweichen. Mit 963 Punkten (Roger Bissig, Ruedi Feldmann und Niklaus Müller je 194, Marc Betschart 191 und Marlies Aebli bissig 190) erzielte man ein solides Ergebnis, das aber bis zum Samstagabend etwas zittern liess. Mit Schweizermeister Höri SV 1 und Vorjahresfinalist Ibach-Schönenbuch SV hatte man zwei dicke Brocken in der Kombination. Titelverteidiger Höri SV blieb diesmal mit 966 Ringen etwas unter seinen bisherigen Leistungen und kam aber damit vor Ennenda zu stehen. Da die restliche Konkurrenz nicht auf Touren kam, bedeutete das für die Ennendaner den erforderlichen zweiten Kombinationsrang und die Finalqualifikation. Glarnermeister Linthal-Auen SV zog auf dem Papier die leichteste Aufgabe der drei Glarnervertreter, kam jedoch am Freitagmittag auf der eigenen Anlage nicht in Fahrt und totalisierte lediglich 952 Ringe (Andreas Stüssi und Fritz Vögeli je 193, Fredi Ronner 192, Ruedi Glarner 190 sowie Eugen Streiff 184). Dieses Resultat reichte leider nur zum undankbaren 3. Rang in der Kombination.. Mit gleich drei Vorjahresfinalisten, nämlich Ried-Brig-Glis 2, Aarau SG 2 und Hinwil SG Betholz 1, kam es Niederurnen Stand zu tun. Sie bewiesen schon in der 1. Hauptrunde, dass sie keine Angst vor grossen Namen haben, und schmissen dort mit Ried-Brig-Glis 1, Tafers FSG 1 und Kehrsatz-Zimmerwald SV 2, sehr renomierte Gruppen raus. Doch auch ihnen spielten die Bedingungen und die Nerven einen Streich, so mussten sie sich mit 952 Punkten (Rico Roth 194, Hans Wäckerli 193, Roland Weyermann 191, Reni Wiederkehr 190 sowie Emil Klarer 184) begnügen und sich mit 965 Ringen mit dem 4. Kombiplatz zufrieden geben

Feld B: Leuggelbach SG erneut im Final

In vier Kominationen wurden hier in der 2. und letzten Hauptrunde die acht Finalisten ermittelt. Wie in den beiden Vorjahren qualifizierte sich die Hinterländergruppe von Leuggelbach SG für den Final von Zürich, wo sie übrigens im Vorjahr die Silbermedaille gewann. So klar war es in ihrer Kombination jedoch nicht. Bertschikon SG siegte mit 351 Ringen vor Leuggelbach mit 348 Punken (Elisabeth Steinmann, Paul Hefti, Stefan Wirth und Hans Tresch je 70 sowie Heinrich Hefti 68) und Sion Sté de tir La Cible mit 345 Zählern. Also eine ganz ausgeglichene Zusammensetzung mit recht knappem Ausgang. Es sieht so aus, dass die Leuggelbacher erneut stark genug sind um auch in Zürich wieder für Furore zu sorgen.

Feld D: Ennenda SG scheitert deutlich

Noch vor einem Jahr qualifizierten sich gleich vier Glarnergruppen für den Final in Zürich und diesmal sieht es düster aus. Kantonalmeister Ennenda SG, als solide und konstante Gruppe bekannt, bekundete mit den Bedingungen in Riedern einige Mühe. Am Mittwochabend verhinderte der Wind die Absolvierung der 3. Hauptrunde und am Folgetag schien alles in bester Ordnung zu sein, doch irgend etwas „unsichtbares“ gab Allen Rätsel und Probleme auf. Das Resultat war ernüchternd und enttäuschend, denn mit 676 Punkten (Ernst Hürlimann 140, Marie-Theres Betschart 137, Arthur Oswald 135 spwie Karl Mächler und Martin Hürlimann 132) war das „ausscheiden“ Allen sofort bewusst. Die Auswertung zeigte dies dann auch in aller Deutlichkeit. Das hatte man sich ganz anders vorgestellt! Nun gilt es zu analysieren und reagieren um fürs nächste Jahr wieder bereits zu sein.

Resultate der Glarnergruppen

3. Hauptrunde Feld A (jeweils die ersten beiden kommen eine Runde weiter)

Kombination 1: Höri SV 1 966; 963 (Roger Bissig, Ruedi Feldmann und Niklaus Müller je 194, Marc Betschart 191, Marlies Aebli Bissig 190)

Kombination 6: Linthal-Auen SV 952 (Andreas Stüssi und Fritz Vögeli je 193, Fredi Ronner 192, Ruedi Glarner 190, Eugen Streiff 184)

Niederurnen Stand 952 (Rico Roth 194, Hans Wäckerli 193, Roland Weyermann 191, Reni Wiederkehr 190, Emil Klarer 184); ausgeschieden

2. Hauptrunde Feld B (jeweils die ersten beiden kommen eine Runde weiter)

Kombination 1: Bertschikon SG 351; Leuggelbach SG 348 (Paul Hefti, Elisabeth Steinmann, Hans Tresch und Stefan Wirth je 70, Heinrich Hefti 68)

3. Hauptrunde Feld D (jeweils die ersten beiden kommen eine Runde weiter)

Ennenda SG 676 (Ernst Hürlimann 140, Marie-Theres Betschart 137, Arthur Oswald 135, Karl Mächler und Martin Hürlimann je 132) ausgeschieden