Die Schweizerische Vereinigung Morbus Bechterew ist eine vor 30 Jahren gegründete Selbsthilfeorganisation für Menschen, die vom Morbus Bechterew betroffen sind. Es handelt sich um eine chronische entzündliche, rheumatische Krankheit, die vor allem Wirbelsäule und Beckenring betrifft und dort zu knöchernen Einsteifungen der Gelenkverbindungen führt. Sie kann aber auch Gelenke der Gliedmassen befallen. Symptome sind u.a. tiefsitzende Kreuzschmerzen und beschränkte Beweglichkeit der Wirbelsäule. Die Schmerzen treten vor allem in der zweiten Nachthälfte und in den frühen Morgenstunden auf, können jedoch durch Bewegung gemildert oder ganz zum Verschwinden gebracht werden - und treten dann nach einer gewissen Liegezeit wieder auf.
Nicht leichte Diagnose
Die Diagnose dieser speziellen rheumatischen Erkrankung ist nicht ganz leicht. Sie kann bereits in jungen Jahren auftreten. Gegen die Entzündung und die Schmerzen helfen Medikamente. Die wichtigste Behandlungsmassnahme ist die Bewegungstherapie, um die Beweglichkeit der Wirbelsäule zu erhalten, die Muskeln zu stärken und Fehlhaltungen zu korrigieren. Es gibt auch die passive physikalische Therapie (Bestrahlung, Elektrotherapie, Wickel, Massage usw.).
Morbus Bechterew ist nach einem ihrer Erforscher, Wladimir Michailowitsch Bechterew, 1857-1927, der vor allem in St. Petersburg wirkte, benannt.
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