Entdeckungen im Glarnerland

Rund ein Dutzend Mitglieder der Schweizerischen Vereinigung Morbus Bechterew hat am vergangenen Samstag Ennenda und Glarus besucht, um unter der Leitung von Architekt Jacques Marti, Glarus, Präsident des Vereins Glarner Industrieweg, Ennenda als Industrieort „im Alpental“ und um das nach dem Brand von 1861 wieder aufgebaute Glarus zu besichtigen.

Zum Mittagessen trafen sich die auswärtigen Gäste mit der Glarner Bechterew-Therapiegruppe im „Glarnerhof“.

 



Die gut gelaunten Gäste der Bechterew-Vereinigung und ihre Gastgeber: Rechts aussen Architekt Jacques Hauser; hinten vor dem Springbrunnen der Glarner Verbindungsmann August Rohr; vorn Zweite von rechts die Therapeutin Heike Schwendener. (Bild: jetter)
Die gut gelaunten Gäste der Bechterew-Vereinigung und ihre Gastgeber: Rechts aussen Architekt Jacques Hauser; hinten vor dem Springbrunnen der Glarner Verbindungsmann August Rohr; vorn Zweite von rechts die Therapeutin Heike Schwendener. (Bild: jetter)

Die Schweizerische Vereinigung Morbus Bechterew ist eine vor 30 Jahren gegründete Selbsthilfeorganisation für Menschen, die vom Morbus Bechterew betroffen sind. Es handelt sich um eine chronische entzündliche, rheumatische Krankheit, die vor allem Wirbelsäule und Beckenring betrifft und dort zu knöchernen Einsteifungen der Gelenkverbindungen führt. Sie kann aber auch Gelenke der Gliedmassen befallen. Symptome sind u.a. tiefsitzende Kreuzschmerzen und beschränkte Beweglichkeit der Wirbelsäule. Die Schmerzen treten vor allem in der zweiten Nachthälfte und in den frühen Morgenstunden auf, können jedoch durch Bewegung gemildert oder ganz zum Verschwinden gebracht werden - und treten dann nach einer gewissen Liegezeit wieder auf.

Nicht leichte Diagnose

Die Diagnose dieser speziellen rheumatischen Erkrankung ist nicht ganz leicht. Sie kann bereits in jungen Jahren auftreten. Gegen die Entzündung und die Schmerzen helfen Medikamente. Die wichtigste Behandlungsmassnahme ist die Bewegungstherapie, um die Beweglichkeit der Wirbelsäule zu erhalten, die Muskeln zu stärken und Fehlhaltungen zu korrigieren. Es gibt auch die passive physikalische Therapie (Bestrahlung, Elektrotherapie, Wickel, Massage usw.).

Morbus Bechterew ist nach einem ihrer Erforscher, Wladimir Michailowitsch Bechterew, 1857-1927, der vor allem in St. Petersburg wirkte, benannt.