Erfreuliches Jahr 2018 für die Glarner Turnveteranen mit kleinen Einschränkungen

Die Ortsgruppe Oberurnen war Gastgeber der 77. Jahrestagung der Vereinigung Glarner Turnveteranen. Im Saal der Mehrzweckhalle fanden sich rund 160 ehemalige Turner aus dem ganzen Kanton Glarus zum traditionellen, kameradschaftlichen Stelldichein. Nach einem Jahr Amtszeit durfte VGTV-Obmann Kaspar Elmer eine durchwegs positive Bilanz aus dem Jahr 2018 ziehen. Einzig die teils schwer nachvollziehbaren Austritte der Ortsgruppen Hätzingen und Linthal trübten die Gesamtbilanz.




«Was ziehet so munter das Tal entlang – Eine Schar in weissem Gewand» heisst es im vielbesungenen Turnerlied, das traditionell jeweils von den Glarner Turnveteranen an der Jahrestagung mit Inbrunst gesungen wird. Sie alle tragen heute zwar kein weisses Gewand mehr, schwelgen aber immer noch gerne in Erinnerung an turnerische Grosstaten und kameradschaftliche Erlebnisse, ganz nach dem Motto: «Weisch nuch». Eine verschworene «Truppe», bei der noch heute Kameradschaft und die Verbundenheit zum Turnen alljährlich an der Jahrestagung deutlich zum Ausdruck kommt.

So geschehen auch am letzten Oktober-Samstag in der Mehrzweckhalle in Oberurnen, wo die örtliche Ortsgruppe unter ihrem OK-Präsidenten Otto Stucki, unterstützt von der Damen- und Männerriege Oberurnen, weder Mühe noch Kosten scheuten, den rund 150 Turnkameraden würdige Gastgeber zu sein. Die Harmoniemusik Oberurnen unter der Stabführung von Helmut Fritschi war für einen schmissigen, musikalischen Background besorgt.

Obmann Kaspar Elmer begrüsste die rund 160 anwesenden Veteranen, Ehrengäste und Behördenmitglieder. Die Grüsse der Gemeinde Glarus Nord überbrachte der frischgewählte Gemeindepräsident von Glarus Nord, Thomas Kistler. Er bedankt sich für den weitsichtigen und grosszügigen Entscheid der Landsgemeinde für die Sanierung und den Ausbau der lintharena swgu in Näfels, welche vermehrt zu einem Dreh- und Angelpunkt für gesellschaftliche und sportliche Anlässe geworden ist. Davon profitieren unter anderem auch die Turnerinnen und Turner in der Region.

Würdige Ehrung zehn verstorbener Turnkameraden

Würdig ehrend, in stiller Ergriffenheit und in Erinnerung an wunderschöne und unvergessliche Stunden im Kreis der grossen Turnerfamilie gedachten die Anwesenden den zehn im vergangenen Jahr verstorbenen Turnkameraden. Die HM Oberurnen intonierte dabei den Choral «Näher, mein Gott, zu Dir», und gar mancher bestandene Turnkamerad dürfte sich verstohlen eine Träne von seiner Wange gewischt haben, während eine Ehrendame gleichzeitig für jeden Verstorbeben eine rote Rose in eine Vase stellte, in der Absicht, dass diese Rosen später auf das Grab des Verblichenen gelegt werden soll.

Obmann Kaspar Elmers souveräner Auftritt

Es folgten die Behandlungen der statutarisch festgelegten Sachgeschäfte. Obmann Kaspar Elmer darf man für seinen ersten souveränen Auftritt als neuer Obmann der Glarner Turnveteranen herzlich gratulieren. Sachlich, speditiv und stets mit einer wackeren Prise Humor im Gepäck führte er durch die elf Punkte umfassende Traktandenliste. So genehmigten die Anwesenden die Protokolle der 76. Jahrestagung und des Jubiläumsaktes vom 28. Oktober 2017 in Schwanden diskussionslos und verdankten gleichzeitig die grosse Arbeit von Aktuar Hans Winteler. Ebenso diskussionslos erteilten sie ihrem Säckelmeister Ruedi Jakober Décharche für die sauber und gewissenhaft geführten Buchungen der Vereinigungs-Kasse für das Jahr 2017. Einnahmen und Ausgaben hielten sich dabei die Stange, sodass sogar ein kleiner Vorschlag verzeichnet werden konnte. Von einer vorgesehenen Statutenänderung bezüglich Einzelmitgliedschaft wird vorerst abgesehen. Als nächsten Austragungsort der Jahrestagung 2019 übertrügen die Tagungsteilnehmer die Organisation einstimmig der Ortsgruppe Niederurnen.

Bedauerliche Austritte zweier Ortsgruppen

Das erfolgreiche Jahr 2017 wurde leider getrübt durch die Austritte der Ortsgruppen Hätzingen und Linthal. Obmann Elmer informierte eingehend über die Begründungen der beiden Ortsgruppen. Er findet beide Austritte sehr schade. Am Runden Tisch wurden über eine Einzelmitgliedschaft als auch einen Übertritt in eine andere Ortsgruppe eingehend diskutiert. Resultate liegen noch keine vor. Kurz danach kam die nächste Hiobsbotschaft. Die Ortsgruppe Linthal reichte ihren Austritt aus der Vereinigung ein. Fehlender Nachwuchs und vereinsinterne Probleme haben offenbar zu diesem Schritt geführt. Eine Auflösung war unvermeidlich. Kommentar: Kaspar Elmer hätte sich in der Tat einen schöneren Start als neuer Obmann gewünscht! Er hätte es auch mehr als verdient!

… und sein informativer Jahresbericht 2017

In seinem ersten, informativen Jahresbericht darf Obmann Elmer auf ein gutes und erspriessliches Jahr 2017 zurückblicken. Die Leistungen der turnenden Vereine im Kanton Glarus durften sich 2017 durchaus sehen lassen. Elmer gratulierte allen Turnerinnen und Turnern für ihren Einsatz und Durchhaltewillen sowie für ihre gezeigten Leistungen. Ein Highlight war der Auftritt des Turnvereins Alte Sektion Glarus auf dem Zaunplatz. Für die vielen Zuschauern waren die artistischen Vorführungen eine Augenweide. Leider wurde ein angestrebter Podestplatz verpasst. Mit dem Hinweis auf das Eidgenössische Turnfest in Aarau, die Welt-Gymnaestrada in Dornbirn sowie auf das Bergturnfest in Braunwald beendigte Obmann Elmer seinen informativen Jahresbericht 2017. Der topaktuelle Mitgliederbestand der Vereinigung Glarner Turnveteranen beläuft sich auf 404 Mitglieder, wäre also durchaus ausbaufähig!

Der Netstaler Hans Glaus ist ältestes Mitglied

Ein Höhepunkt an der Jahrestagung der Vereinigung Glarner Turnveteranen sind immer wieder die Ehrungen der 70-, 75- und 80-Jährigen sowie der Ehrenveteranen und des Tagungs-Ältesten. Dass Turnen Körper, Geist und Seele erfrischt, beweist der Netstaler Hans Glaus, der sich wie schon wie im Vorjahr mit 95 Lenzen auf dem Buckel nach wie vor fit wie ein Turnschuh zeigt und als Tagungs-Ältester mit einem schönen Präsent geehrt wurde. Mit einem herzlichen «Proscht» und den besten Wünschen für die Zukunft verabschiedeten sich die Turnkameraden, in der Gewissheit, gemeinsam wiederum einen tollen, fröhlichen und kameradschaftlichen Tag im Kreis der grossen Turnerfamilie verbracht zu haben. Wünschen wir allen Kameraden, dass sie auch im nächsten Jahr wiederum dabei sein dürfen. In diesem Sinne «Hurra, hurra, hurra, du fröhliche Turnerschar»!