Eröffnung der Jahresausstellung Kunstschaffen Glarus und Linthgebiet A – H

Futuristisch anmutende, mit Drähten umgürtete Schaufensterpuppen, Vitrinen mit Quarzitschichtungen, eine mit «Sterbendes Land» betitelte Tonskulptur, Holzschnitzereien, Foto-Bild-Collagen, mit Acryl und Öl bemalte Holztafeln und Leinwände in unterschiedlichsten Grössen, Fotografien und mit Kreide bezeichnete Dachziegel, dies und noch viel mehr gibt es aktuell im Kunsthaus Glarus zu entdecken.



Welche guten Geister treiben dieses Jahr ihr Wesen im Kunsthaus Glarus? Das Geheimnis wird am 1. Dezember um 18.00 Uhr gelüftet. (Bild: zvg)
Welche guten Geister treiben dieses Jahr ihr Wesen im Kunsthaus Glarus? Das Geheimnis wird am 1. Dezember um 18.00 Uhr gelüftet. (Bild: zvg)

30 Kunstschaffende – von Ruedi Aebischer bis Katrin Hotz, mit Wohnorten von Muri bis Elm und Bürgerorten von Therwil über Obstalden bis Schwändi – bieten an der traditionellen Jahresausstellung des Glarner Kunstvereins Einblick in ihr Schaffen.

Die unjurierte Ausstellung präsentiert ein breites Spektrum an Werken. Es ist zweitrangig, ob jemand abends seinem Hobby frönt oder sich hauptberuflich als Künstler bezeichnet, ob jemand frei von der Leber weg den Stift hebt oder sich vorgängig kunstphilosophisch vertieft, auch das Alter spielt keine Rolle. Die Besucher/-innen können individuell darüber entscheiden, welche gezeigten Werke sie besonders berühren. Gegen Ende der Ausstellung (im Rahmen des Langen Abends vom 11. Januar 2013) wird erstmals ein von der glarnerSach gestifteter Publikumspreis verliehen werden.

Einige der Kunstschaffenden bewerben sich zudem für den vom Glarner Kunstverein ausgerichteten Fokus-Preis. Eine auswärtige Jury wird noch vor Eröffnung der Ausstellung die glückliche Gewinnerin, den glücklichen Gewinner küren. Der Preis wird im Rahmen der Vernissage vom Samstag, 1. Dezember, verliehen. 2010 hiess der Gewinner Claudio Zopfi. Er zeigt nun im Schneelisaal des Kunsthaus Glarus eine interaktive Klangskulptur. Der raumgreifende Werkkomplex entstand in Kooperation mit dem Zürcher U5 Kollektiv und der Maskenbildnerin Suleika de Vries. Zopfi erweiterte seine prämierte elektronische Touch-Screen-Gitarre zu einem experimentellen Labor, in dem Zusammenhänge von Harmonie, Sprache, Bewegung, Farbe und Geometrie erprobt werden. Bewegungen und Geräusche der Besuchenden werden durch Kameras und Mikrofone erfasst und mittels Computersoftware in Klänge und Bilder umgewandelt. Die Stimmung des Raumes verändert sich so von Stunde zu Stunde. Für Spannung ist gesorgt!