Erste Niederlage für das Herren 1

Wer sie vorne nicht macht, der bekommt sie hinten, lautet ein altes Fussballer-Sprichwort. Ganz in diesem Stile kassiert das Fanion-Team der Hurricanes Glarnerland im Auswärtsspiel gegen Grabs-Werdenberg die erste Niederlage der Saison und rutscht auf den 5. Tabellenrang ab. Die mangelnde Chancenauswertung und ein Eigentor zur Unzeit sollten den Wirbelwinden zum Verhängnis werden.




Die Historie verhiess eine spannende Partie gegen den UHC Rangers aus Grabs-Werdenberg. Sämtliche Partien der vergangenen Saison waren immer hart umkämpft, mit knappem Ausgang und stets mit dem besseren Ende für die Glarner. Von der ersten Minute hinweg zeichnete sich auch an diesem Samstag ein spannendes Spiel ab und beide Kontrahenten gingen mit voller Einsatzbereitschaft ans Werk. Knapp vier Minuten benötigten die Wirbelwinde, ehe Sandro Polli seine Farben erstmals in Front brachte. Grabs antwortete eine Minute später postwendend mit dem Ausgleich. Die St.Galler führten während des gesamten Spieles die etwas feinere Klinge und versuchten das Aufbauspiel der Hurricanes schon sehr früh zu stören. Grösstenteils konnten die Glarner damit aber gut umgehen und kamen zu zahlreichen guten Abschlussmöglichkeiten.

Der zweite Abschnitt verlief danach gleich geregelt wie das erste Drittel. Zuerst kassierten die Hurricanes eine 2-Minuten-Strafe wegen eines Wechselfehlers, vier Minuten später taten es ihnen die Grabser gleich. Keine der Mannschaften vermochten jedoch ihre Überzahlspiele auszunutzen. In der 28. Minute legten die Grabser erstmals vor und erhöhten das Score auf 2:1, was wiederum mit dem 2:2-Ausgleich durch Reithebuch quittiert wurde. Mit diesem Stand ging es danach in die Pause und einer spannenden Schlussphase stand nichts mehr im Wege.

Grabs netzte nach dem Start-Bully wieder zuerst ein und erhöhte nach nur zweieinhalb Minuten auf 3:2. Dieses Mal dauerte es aber ganze zehn Minuten, ehe Gächter mit seinem ersten Tor für das Fanion-Team den erneuten Ausgleich markieren konnte. Was dann nach dem Wiederanpfiff passierte, könnte man ungeniert als Eigentor des Jahres bezeichnen. Müller spedierte unbedrängt einen direkt weitergeleiteten Rückpass aus spitzestem Winkel in die eigenen Maschen. Sowohl das Schiedsrichter-Duo wie auch das eigene und gegnerische Team benötigten mehrere Sekunden, um zu realisieren, was da gerade passiert war. Nach diesem Rückschlag schien das Spiel der Wirbelwinde irgendwie etwas von der Rolle zu gleiten. Trotz dem Time-out in der 55. Minute vermochten die Glarner nicht mehr zum erhofften Befreiungsschlag anzusetzen, mehr noch, gut drei Minuten vor Schluss vernaschte ein Grabser Stürmer die Abwehr der Hurricanes mustergültig und liess dem sonst so stark aufspielenden Torhüter Marti keine Chance. Allen Bemühungen zum Trotz, verwalteten die Rangers anschliessend den 2-Tore-Vorsprung sicher und liessen nichts mehr anbrennen.

Schnell abhacken und weiter vorwärts schauen, muss nun die Devise nach diesem verkorksten Spiel lauten. Bereits am kommenden Sonntag steht die nächste Partie vor der Türe. Die Vypers Innerschwyz empfangen das Fanion-Team um 12:15 Uhr in der Walenbach-Halle in Wetzikon zum nächsten Showdown.