Glarus startete gut in die Partie und erspielte sich früh erste Möglichkeiten. In der 7. Minute wurde Camillus Niederberger in die Tiefe lanciert und vom herauslaufenden Torhüter ausserhalb des Strafraums regelwidrig gestoppt. Der Schiedsrichter zeigte dem Schlussmann die rote Karte, womit die Gäste früh in Unterzahl gerieten. Den daraus resultierenden Freistoss konnte Glarus jedoch nicht zur Führung nutzen. In der Folge gingen die Glarner mit dem frühen Vorteil zu ungeduldig um und suchten oftmals zu schnell den Ball in die Spitze. Trotz Überzahl gelang es nicht, das Spieldiktat vollständig zu übernehmen. Zwischenzeitlich musste Gabriel sogar auf der Linie klären und einen Rückstand verhindern. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit fiel dann doch die Führung: Nach einem Angriff über die linke Seite vollendete Miro Jenny den Spielzug schnörkellos zum 1:0.
Nach dem Seitenwechsel zeigten sich die Gäste weiterhin kämpferisch und versuchten trotz Unterzahl nochmals zurückzukommen. In der 51. Minute gelang ihnen nach einem blitzschnellen Konter tatsächlich der Ausgleich. Glarus reagierte jedoch umgehend: Nur fünf Minuten später brachte Camillus Niederberger die Gastgeber wieder in Führung, ehe Lindon Ibishi in der 61. Minute auf 3:1 erhöhte.
Für eine Unterbrechung sorgte anschliessend ein kurioser Zwischenfall. Der Linienrichter verletzte sich an der Wade und konnte die Partie nicht fortsetzen. Während nach Ersatz gesucht wurde, meldete sich Regierungsrat Markus Heer, der als Zuschauer im Buchholz anwesend war und früher selbst als Schiedsrichter tätig war. Er übernahm für die letzten 20 Minuten die Aufgabe des Linienrichters.
Die Schlussphase ist schnell erzählt. Glarus brachte frische Kräfte und verwaltete die Führung souverän. In der 83. Minute erhöhte Miro Jenny auf 4:1 und setzte in der Nachspielzeit mit seinem dritten persönlichen Treffer zum 5:1 den Schlusspunkt. Damit feiert der FC Glarus den ersten Saisonsieg und bestätigt den Aufwärtstrend der vergangenen Wochen. Auch wenn die Leistung nicht die beste der bisherigen Saison war, konnte die früh dezimierte Mannschaft aus dem Bündnerland dem verdienten Glarner Sieg letztlich nichts entgegensetzen.




