«Es geht um die Zukunft unserer Kinder»

Am 10. Innovationsapéro der Glarner Wirtschaftsförderung referierte Franz Schnider über Innovationen und Klimaschutz beim Bauen. Massnahmen für den Klimaschutz können, laut Schnider, auch eine Chance für die Wirtschaft und das Gewerbe sein.



«Der Klimawandel war das dominierende Thema, bevor dieser Virus kam», betonte Christian Zehnder, Leiter Standortpromotion des Kantons Glarus, zu Beginn des 10. Glarner Innovationsapéros letzte Woche im «Glarnerhof» «und es wird sicher wieder ein grosses Thema werden.» Dass der Klimawandel auch eine Chance sein kann, darüber referiert Franz Schnider. Der CEO der arento ag zeigte auf, dass mit neuen Methoden sowohl klimaschonend als auch effizient gebaut werden kann. Sein wichtigster Ansporn sich hier einzusetzen, seien seine eigenen Kinder. «Ich habe gespürt, dass ich auch ihre Zukunft in meinen Händen habe. Und wir wohl die letzte Generation sind, welche das Thema noch selber in der Hand haben.» Auch aus diesem Grund sei er aktiv bei der Klimabewegung Glarus dabei.

Gerade beim Thema Solar sei man hier schon sehr weit und können zum Beispiel über die Fassade bereits mit geringer Sonneneinstrahlung Strom produzieren. «Das ist schon lange keine Hexerei mehr.» Zusammen mit intelligentem Energiemanagement können hier die Energiekosten sehr deutlich reduziert werden, sodass die Investitionen sehr schnell wieder eingespart werden können. Sehr grossen Erfolg habe seine Firma aktuell mit Lehmwänden, in denen Wasserleitungen verlegt werden. «Grundsätzlich funktionieren sie wie Bodenheizungen, nur kommt die Wärme oder Kälte nicht von unten, sondern angenehm von der Seite», denn mit den neuen Möglichkeiten könne gleichzeitig die Wohnqualität gesteigert werden. Gerade das Gewerbe sollte sich dem nicht verschliessen, schloss Schnider sein Referat, denn gerade es kann bei Investitionen sicher am meisten profitieren. «Neben dem Klima natürlich.»

*Jürg Huber ist Pressebeauftragter der Glarner Handelskammer