Es herrscht ein emsig Treiben

Exklusiv für glarus24 gibt ein Glarner Volunteer einen etwas andern Einblick rund um die Eishockey-WM und den Spielort Zürich (Teil 1).



Überall wird für die Eishockey-WM in der Schweiz . . . (Bilder: willi baumgartner)
Überall wird für die Eishockey-WM in der Schweiz . . . (Bilder: willi baumgartner)

Der Internationale Eishockey-Verband (IIHF) wurde am 15. Mai 1908 in Paris gegründet, hat seinen Sitz in Zürich und umfasst 84 Mitgliedsländer. Er wirkt nicht so aufgeblasen wie die protzige FIFA und dennoch führt er jedes Jahr in verschiedenen Divisionen die Eishockey-Weltmeisterschaften durch.

Aber erinnern Sie noch an das Jahr 2020? Ich noch sehr gut. Denn dann hätte mein Einsatz als freiwilliger Helfer (oder auf Neudeutsch: Volunteer) an der Eishockey-WM in der Schweiz, oder genauer in Zürich, stattfinden sollen. Aufgrund der COVID-19-Pandemie wurde der Grossanlass dann aber abgesagt. Immerhin ist mir die damalige Bekleidung als Erinnerung geblieben.

Jetzt hat es geklappt, mein Einsatzort im Sicherheitsdienst ist die Swiss Life Arena in Zürich Altstetten. Ein multifunktionales Stadion, mit 12 000 Plätzen, das seinesgleichen sucht. Die Fanzone auf zwei Fussballplätzen auf dem Juchhof ist ebenfalls gigantisch. Alle hoffen auf ein friedliches Fest, welchem durch die erschwinglichen Eintrittspreise eigentlich – im Gegensatz zu den horrenden Preisen bei der Fussball-WM in den USA – nichts mehr im Wege steht.

Aufwand riesig, je 800 Freiwillige an den Standorten Zürich und Fribourg dabei

An den ersten Tagen war es mir vergönnt, die Kontrolle beim Eingang zu den Spielergarderoben der Schweiz, den USA, Österreich und Deutschland zu «bewachen». Eintritt ohne entsprechende Zulassung nicht möglich.

Was da an Material angeliefert wurde, überstieg meine Vorstellungen. Lastwagen für Lastwagen wurden fast im Viertstunden-Takt vor dem Stadion entladen und beladen mit Entsorgungsmaterial. Materialbusse, bis unters Dach gefüllt mit Ausrüstungsgegenständen, wurden durch die Verantwortlichen in die Garderoben gefugt, wo alles fein säuberlich für jeden Spieler parat gemacht wurde. Eine offene Kommunikation mit diesen fleissigen Helfern und uns «Türstehern» fand statt, was dazu führte, einen Blick ins Innenleben einer solchen «heiligen» Kabine zu werfen. Aber diese Anlieferungen waren nur ein kleiner Teil.

Food und Getränke en masse, dutzendweise Kameras und Installationen für die Direktübertragung der Spiele, für das Einrichten der Mixedzone, der total erneuerten Werbung auf der Eisfläche und an den Banden. Und selbst die Eismaschinen erhielten einen neuen Werbeauftritt. Dann die Riesenberge von Wäsche nach den Trainings, welche innert kurzer Zeit durch fleissige Hände gewaschen, getumblert und wieder an ihren Ort in die Garderoben gebracht wurden. Eindrücklich auch der Einsatz der Sprengstoff-Spürhunde im Stadion. Ein Riesenaufwand für die Veranstaltung, welche bis zum 31. Mai dauert.