Es soll eines der besten Bataillone werden

Das von Oberstleutnant Christoph Buschor, Zürich, kommandierte Infanterie-Bataillon 65 - es setzt sich aus Ostschweizern und Zürchern zusammen - hat am Dienstagabend auf den Zaunplatz Glarus am ersten Tag seines Wiederholungskurses seine Fahne in einem feierlichen Akt übernommen.



Es soll eines der besten Bataillone werden

Die Truppe war wegen der Osterfeiertage erst an diesem Dienstag eingerückt. Sie präsentierte sich so stramm, als ob sie bereits einen längeren Dienst hinter sich hätte!

Eines der besten Bataillone werden

Oberstleutnant Buschor, erklärte in seiner Ansprache, der neue politische Chef der Armee, Bundesrat Ueli Maurer, und der neue oberste Militär, Korpskommandant André Blattmann, wünschten für die Schweiz die beste Armee - und da wolle das Bataillon 65 „in dieser besten Armee eines der besten Bataillone sein“. Wir fügen bei: Es war die bisher beste Ansprache, die wir an einer Fahnenübernahme gehört haben.

Fünf Kompanien in der Region

Das Bataillon 65, das zu der von Brigadier Hans-Peter Wüthrich kommandierten Infanterie-Brigade 7 gehört, absolviert mit fünf seiner Kompanien den WK in der Region. Der Stab ist in Näfels stationiert, die Stabskompanie in Glarus, die Logistikkompanie in St. Gallenkappel, und die Infanterie-Kompanien 1 bis 3 in Mollis/Oberurnen, Eschenbach und Wattwil. Die 4. Kompanie bewacht derweil ausländische Botschaften in Genf, während die Panzerminenwerfer-Kompanie 5 ihren Dienst bereits am Lauberhornrennen geleistet hat.

Einen positiven Eindruck machen

Letztes Jahr hatten die 65er Dienst für die Fussball-Europameisterschaft. Heuer sollen sie nun ihr militärisches Können in einem „klassische Ausbildungs-WK“ vertiefen, u.a. auf den Schiessplätzen Cholloch, Walenberg und Sackberg. Sie müssen sich auch mit neuen Systemen vertraut machen. Am Ende der ersten WK-Woche sind die Angehörigen zum Besuchstag eingeladen, wie denn Kommandant Buschor überhaupt Werte auf gute Kontakte zur Bevölkerung legt, und er erwartet auch, dass die Truppe so auftritt, dass sie ein positives Bild von der zu unrecht oft mit Negativschlagzeilen eingedeckten Armee abgibt.

Das WK-Programm sieht in der zweiten Woche Einsatzübungen der Kompanien vor, in der dritten Woche eine Volltruppenübung im Zürcher Weinland-Rafzerfeld samt 20-km-Marsch. Die Fahnenrückgabe findet dann in Winterthur statt.

Die Fahnenübernahme wickelte sich nach dem bekannten Programm ab mit der Präsentation der Fahne unter den Klängen des Fahnenmarsches und zum Schluss der Landeshymne (Harmoniemusik Glarus unter Kilian Grütter). Gäste waren u.a. Regierungsrat Dr. Andrea Bettiga, der Chef der Militärbetriebe, Oberstleutnant Mathias Vögeli, Kreiskommandant Walter Rhyner, die Glarner Gemeindepräsidentin Andrea R. Trümpy und der Netstaler Gemeindepräsident Hans Leuzinger. Und natürlich verfolgte Brigadier Hans-Peter Wüthrich den feierlichen Akt auf einem Platz, dessen Bedeutung Oberstleutnant Buschor mit einer gediegenen Würdigung der Landsgemeinde vorgestellt hatte.