Das Ergebnis im Detail
Ja | Nein | Ja-% | Bet. in % | |
Schweiz | 946 146 | 439 589 | 68,3 | ca. 27 |
Kt. Glarus | 2 288 | 1 721 | 57,1 | 15,5 |
Glarus Nord | 941 | 782 | 54,6 | 15,6 |
Glarus | 644 | 409 | 61,2 | 13,5 |
Glarus Süd | 703 | 520 | 57,0 | 17,7 |
Das Abstimmungsergebnis ist eindeutig. In 21½ Kantonen gab es eine Ja-Mehrheit; 1½ (Uri und Innerrhoden) stimmten mehrheitlich Nein.
Damit bekommt der Bund die Kompetenz, sich rechtzeitig auf Tierseuchen, die immer wieder ausbrechen können, vorzubereiten und z. B. wirkungsvolle Impfmassnahmen durchzuführen.
Die Gegnerschaft kritisierte gerade den Impfzwang und verwies auf durchaus vorkommende Impfschäden, aber im Grossen Ganzen sind Impfkampagnen eben wirkungsvoll und schützen unsere Tiere. Das hat die grosse Mehrheit der Stimmenden auch erkannt und mit einem Ja honoriert, wohl wissend, dass Tierseuchen verheerende Wirkungen haben können, wie uns an ausländischen Beispielen überdeutlich gemacht worden ist.
Etwas seltsam mutete das gegnerische Argument gegen Abmachungen mit dem Ausland über die Bekämpfung der oft grenzüberschreitenden Seuchen an. Und völlig absurd war das im Buchesbüchlein verbreitete Argument der Gegner, wir hätten uns bei der Schweinegrippe von Impfstoff-Herstellern gängeln lassen. Die Schweinegrippe war eine «menschliche» und keine «tierische» und hatte mit dem Tierseuchengesetz nichts zu tun!
Die Impfdiskussion wird in unserem Land weitergehen. Man denke dabei aber an Schutzimpfungen, welche grosse Volksseuchen wie die Pocken zum Aussterben gebracht haben.
Ein Abstimmungs-Sonderfall
Ursprünglich hätten wir über vier weitere Vorlagen, die Steuerabkommen mit Deutschland, Grossbritannien und Österreich sowie über das dazugehörige Ausführungsgesetz befinden sollen. Das Bundsbüchlein enthält diese Vorlagen ebenfalls, weil es vorsorglich gedruckt worden war. Dann aber scheiterten die Referenden, und wir erhielten so 34 Seiten «Makulatur». Aber das Bundesbüchlein bleibt ein wichtiges Dokument über die Abkommen, auch wenn dasjenige mit Deutschland vielleicht ja nicht zustande komme. Hätten wir tatsächlich abstimmen können oder müssen, dann hätte es lebhafte hochinteressante Diskussionen gegeben – und eine wesentlich höhere Stimmbeteiligung. Ob das Abkommen mit Deutschland, seinen Schuldbewirtschaftern und CD-Hehlern eine Mehrheit erreicht hätte, wissen wir aber nun schlicht nicht.




