«Sonne, Kühe und Berge machen mich glücklich», sagt Isabella Figi. Während des diesjährigen Alpsommers postete sie denn auch viele Fotos vom Hinterstafel der Alp Empächli in Elm. Die wunderschönen Aufnahmen brachten ihre Passion sehr gut zum Ausdruck. Eine andere Passion fehlte dabei: das Schwingen. Diese wird sie nun als Ehrendame am ESAF ausleben können.
Familie im Schwingsport verwurzelt
Beworben hat sie sich, weil sie in einer Schwingerfamilie gross geworden ist: «Mein Vater war früher Aktivschwinger und trainiert heute die Jungschwinger in Glarus. Mein Bruder gehört zu den Aktivschwingern, und mein Götti ist Schwingerpräsident.»
Ihre Familie ist also sehr im Schwingsport verwurzelt. Sie selber war «schon im Bauch meiner Mutter, dann als kleines Kind» bei den Schwingfesten ihres Vaters mit dabei. Heute schaut sie gerne ihrem Bruder bei dessen Kämpfen zu. Und von Roger Rychen sei sie auch «ein sehr grosser Fan», verrät die 21-Jährige.
Dass sie von so vielen Bewerberinnen als Ehrendame ausgesucht worden ist, erachtet sie als «sehr, sehr grosse Ehre». Sie sei sehr stolz, «am ESAF unsere Tradition wie auch das Glarnerland – meine Heimat – präsentieren zu dürfen.»
Als Ehrendame wird sie die neue Glarner Kirchentracht tragen, die ihr sehr gut gefällt. Sie freut sich, nun selber eine Tracht zu besitzen. Vorher trug sie ab und zu die Kleintaler Festtagstracht ihrer Mutter, so zum Beispiel als Ehrendame am Glarner Bündner Kantonal-Schwingfest.
Direkt Lehre nach Lehre
Aufgewachsen ist Isabella Figi mit drei kleineren Geschwistern in Luchsingen. Zunächst absolvierte sie in Netstal eine Lehre als Bäckerin/Konditorin. «Ich wollte schon immer Landwirtin werden, um später den Betrieb meiner Eltern zu übernehmen. Diese sagten aber, ich solle zuerst etwas anderes lernen», erzählt sie.
Direkt nach Lehrabschluss begann sie mit der Ausbildung zur Landwirtin, die sie im vergangenen Sommer erfolgreich abgeschlossen hat. Nun ist sie bei ihrem Onkel in Elm angestellt. In ihrer Freizeit spielt sie Schwyzerörgeli, zudem liebt sie das Tourenskifahren.
Obligate letzte Frage: Worauf freut sie sich am meisten? Isabella Figi muss nicht lange überlegen: «Auf das Tragen der Tracht, die Krönung am Schluss und einfach das Ausleben unserer Schweizer Tradition.»








