ESP Bahnhof Glarus/Ennetbühls: Private und Gemeinde planen Hand in Hand

Nachdem der erste Nutzungsplan der Gemeinde Glarus seit Februar 2018 rechtskräftig ist, kann die Planung der darin definierten Entwicklungsschwerpunkte intensiviert werden. So beim Areal Bahnhof Glarus/Ennetbühls, bei dem Private und Gemeinde die gemeinsame Erarbeitung eines Masterplans gestartet haben.




Teilgebiet Ennetbühls wird gemeinsam von Privaten und Gemeinde entwickelt

Der Entwicklungsschwerpunkt (ESP) Bahnhof Glarus/Ennetbühls ist mit seiner Nähe zum Bahnhof und zum Zentrum von Glarus prädestiniert für ein vielfältiges Angebot an Wohn- und Gewerbenutzungen.

Das Teilgebiet Ennetbühls setzt sich aus zwei Teilen zusammen. Der nördliche Teil, wo einst die Kartonfabrik domiziliert war und heute die Weidmann Electrical Technology AG aktiv ist, wird durch Sutter Projects GmbH entwickelt. Robert Sutter, Geschäftsführer, ist überzeugt: «Mit seiner Lage an der Linth und in Gehdistanz zum Kantons- und Gemeindezentrum ist das Areal ein wunderschönes Gebiet im Herzen von Glarus. Es hat grosses Potenzial für einen nachhaltigen Baustein in der Gemeindeentwicklung sowie für eine entlastende Langsamverkehrs-Verbindung der Ortsteile Glarus und Ennenda.»

Der südliche, heute unbebaute Teil des Areals, die «Untere Allmeind», ist im Eigentum der Gemeinde. Gemeindepräsident Christian Marti freut sich, dass nun auf Basis der Vorgaben der Richt- und Nutzungsplanung gemeinsam ein Masterplan und ein übergeordnetes Erschliessungskonzept erstellt werden können: «Mit Sutter Projects GmbH konnte die Gemeinde einen starken Partner für die Arealentwicklung gewinnen. Robert Sutter kann auf Erfahrungen aus ähnlichen Projekten zurückgreifen und kennt die lokalen Gegebenheiten und Bedürfnisse bestens.»

Weidmann Holding AG seit Anbeginn in Entwicklungsprojekt involviert

Franziska Tschudi Sauber, Mitinhaberin und CEO der Weidmann Holding AG in der vierten Generation, hat einen starken Bezug zu Glarus und bestätigt, dass die Weidmann Holding AG seit Anbeginn in die gesamte Planung involviert ist.

Auch Andreas Soland, Head Facility Management, betont die enge und professionelle Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten: «Wir haben im Rahmen des Nutzungsplanungsprozesses im Jahr 2015 bei der Gemeinde den Wunsch eingebracht, unser Areal neu für Mischnutzung einzubeziehen. Dieser Wunsch wurde zu unserer Freude berücksichtigt, womit der Weg zur Entwicklung des Gebietes für zukünftige Nutzungen frei wurde. Sowohl Management als auch Angestellte wurden und werden regelmässig über den Stand der Dinge des nun angelaufenen Entwicklungsprojektes informiert. »

Weidmann müsse sich laufend mit den aktuellen wie zukünftigen Marktverhältnissen auseinandersetzen. Es liesse sich daher nicht ausschliessen, dass entsprechende Überlegungen zu einem partiellen oder vollständigen Umzug der Weidmann Produktion führen könnten, so Soland weiter. Zum Zeitpunkt einer solchen möglichen Veränderung liesse sich momentan noch keine Angaben machen.

Rechtsverbindlicher Überbauungsplan bis 2020

Die Entwicklung des ESP Bahnhof Glarus/Ennetbühls wird von einem Gremium mit Fachexperten sowie Vertretern aus Gemeinde und Kanton begleitet. Die gemeinsame Projektleitung liegt bei Robert Sutter für Sutter Projects GmbH und Marcel Peter, Mitglied der GL, für die Gemeinde. Der Dialog mit der Nachbarschaft, Beteiligten und Interessenten wird nun aufgenommen, um im Frühling 2019 einen ersten Entwurf des Masterplans vorzustellen. Seite 3/3

Aufbauend auf dem Masterplan wird bis Anfang 2020 ein rechtsverbindlicher Überbauungsplan ausgearbeitet, welcher der Bevölkerung vorgestellt wird und deren Anliegen entgegennimmt. Anschliessend wird der Überbauungsplan öffentlich aufgelegt werden.

Um in der konkreten Projektentwicklung eine hohe Qualität bezüglich Wohnen, Arbeiten und Umgebung zu erhalten, werden Sutter Projects GmbH und die Gemeinde eng mit möglichen Bauträgern, Planungs- und Architekturbüros zusammenarbeiten. Es sind Wettbewerbsverfahren vorgesehen.