Ester Vonplons Blick auf die sterbenden Gletscher

Am vergangenen Samstag zur Vernissage von «Gletscherfahrt» fragte sich nicht nur Vonplon im grünen Braunwald «Wohin geht all das Weiss, wenn der Schnee schmilzt». Auch das ein Titel einer ihrer Arbeiten über Schnee und Eis.




«Wenn ich Ester’s Bilder anschaue, ist dieses langsame, stete Sterben spürbar, erlebbar. Es wird mir bange. Da wird nicht über den Kopf argumentiert. Ich spüre die Veränderung im Bauch.

Vielleicht ist es das, was die Kunstwelt berührt an Ester Vonplon’s Werk, was sie so begehrt macht auch auf internationaler Ebene in der vielfach so Intellekt-lastigen Kunstszene: dass sie uns mit ihrer Arbeit unmittelbar als Mensch trifft in unserer Emotionalität und Vergänglichkeit und zwar über die Sinne.

Sie trifft uns aber auch in unserer gesellschaftlich-politischen Unbeholfenheit und Unfähigkeit, die Verantwortung unserem Planeten gegenüber wahrzunehmen», beschreibt Fridolin Walcher, der Kurator der Alpinen Fotografie, im Bsinti seinen Bezug zur Arbeit Vonplons bei der Eröffnung.

Mit ihrer fotografischen Arbeiten schafft sie es gleichzeitig, sowohl wichtige Kunstpreise wie den Manorpreis fürs Jahr 2017 zu erobern als auch den Titel «Fotografin des Jahres» beim Fotopreis der Schweiz 2009. Gerade hat sie den Kunstpreis des SAC bekommen und den Publikumspreis beim Prix Mobilière in Genf. Einzelausstellungen in San Francisco, England und Chur folgen in den nächsten drei Monaten. Für diejenigen, die die Nähe schätzen, ist Gletscherfahrt im Bsinti, dem Ort der Alpinen Fotografie, in Braunwald zu sehen, täglich bis zum 26. März 2017.

Am Freitag, 10. Februar 2017, findet zudem um 20.00 Uhr ein Künstlergespräch mit Ester Vonplon und einem Gast statt.