«Etwas Sinnvolleres, als Gönner zu werden, gibt es nicht»

Die Stiftung Alp Vorderdurnachtal lud am 23. Mai bei strahlendem Frühlingswetter zum 20-Jahr-Jubiläum ins Durnachtal. Beim Stafel Längen der Alp Vorderdurnachtal ertönten Büchel- und Alphornklänge, ein reichhaltiger Apéro mit wunderbaren Alpkäseplatten und Zigerbrüt samt Blick zum weiss verschneiten Hausstock sorgten für grosse Freude.



Im Einsatz für die Alp Vorderdurnachtal: (v.l) Peter Stüssi, S@Aungsrat Alp Vorderdurnachtal, Walter WiDmer, PatenschaA für Berggemeinden, Mathias Vögeli, S@Aungsratspräsident Alp Vorderdurnachtal, Eugen Streiff, S@Aungsrat Alp Vorderdurnachtal, Rob Neuhaus, PatenschaA für Berggemeinden, Alfred Schindler, S@Aungsrat Alp Vorderdurnachtal.. (Bild: © Maya Rhyner)
Im Einsatz für die Alp Vorderdurnachtal: (v.l) Peter Stüssi, S@Aungsrat Alp Vorderdurnachtal, Walter WiDmer, PatenschaA für Berggemeinden, Mathias Vögeli, S@Aungsratspräsident Alp Vorderdurnachtal, Eugen Streiff, S@Aungsrat Alp Vorderdurnachtal, Rob Neuhaus, PatenschaA für Berggemeinden, Alfred Schindler, S@Aungsrat Alp Vorderdurnachtal.. (Bild: © Maya Rhyner)

Stiftungsratspräsident Mathias Vögeli begrüsste die Gönnerinnen und Gönner sowie Unterstützer der Stiftung Alp Vorderdurnachtal herzlich. Zu Fuss, per Velo oder Shuttle fanden rund 60 Personen den Weg ins wild-eindrückliche Tal. «Den Wert der Alpen muss ich Ihnen nicht erklären. Alpen zu erhalten kostet, aber sie nicht zu erhalten, kostet unter dem Strich noch viel mehr», so Vögeli. Er zeigte die Geschichte der Stiftung auf, welche im Jahr 2006 aus finanziellem Druck der damaligen Gemeinde Rüti hervorging.

Es waren Massnahmen gefordert; der Verkauf der Alpen stand aber ausser Frage, der Souverän lehnte einen Verkauf ab. «Damals, bei der Stiftungsgründung war ein bekanntes Zitat wichtig: ‘Egal wie weit der Weg ist, man muss den ersten Schritt tun’», so Vögeli.

Nach der Stiftungsgründung damals wurden Gönnerinnen und Gönner gesucht, welche der Stiftung das Fundament gaben. So konnten Schritt für Schritt weitere Massnahmen umgesetzt werden, zusammen mit der Hilfe von weiteren Stiftungen und dank grosser Unterstützung der Patenschaft für Berggemeinden. Im Laufe der Jahre wurden beispielsweise eine Mikroturbine für Strom, die Erneuerung der Materialseilbahn, die Wasserquelle und deren Tank oder der Alpstall im Stafel Längen sowie die Sanierung der Wasserfassung samt Leitung im Oberstafel erneuert.

Zmittag im Alpgadä

Vor dem Alpstall im Längen ertönen am Jubiläum Heimatklänge und der feine Glarner Alpkäse von Familie Rebekka und Martin Zimmermann findet grossen Anklang. Die Apéro-Platten sind liebevoll dekoriert mit Wiesenblumen und Alpenkräutern. Fürs Zmittag geht’s sodann in den blitzblank geputzten Stall, der mit festlichen Tischen ausgestattet ist. In ein paar Wochen dürfen hier wieder die Alpkühe ein- und ausgehen; sie sorgen mit den Älplerinnen und Älpler dafür, dass die rund 114 Hektaren Nutzfläche der Alp ocen und bewirtschaftet bleiben.

«Es braucht ein Miteinander»

Mathias Vögeli zeigte nach dem Mittagessen noch weitere Eckpunkte der Stiftung auf, so beispielsweise die finanziellen Beträge, welche für die genannten Investitionen nötig waren, jedoch via Spendengelder und Gönnerbeiträge abgefedert werden konnten. So resultierten für die Stiftung verkraftbare Nettobeträge, beim Alpstall, der mit rund 525 000 Franken zu Buche stand, war der verbleibende Betrag für die Stiftung nur noch 37 700 Franken. «Das ist grossartig, dafür gebührt allen Beteiligten ein grosser Dank», so Vögeli noch einmal. Von der Gemeinde Glarus Süd überbrachte Ruedi Zweifel, Departementsleiter Wald und Landwirtschaft, die besten Grüsse. Weitere Dankesworte aus der Runde durften nicht fehlen. «Was klar ist, es wird weitere Schritte und ein stetes Engagement brauchen, es braucht weiterhin ein Miteinander», so Vögeli. «UnserMilizsystem lebt von Leuten, die sich freiwillig für eine Sache einsetzen und mehr tun, als sie müssten. Dass vieles wieder etwas unkomplizierter wird, das wünsche ich mir hier von den Behörden», sagt Vögeli.

Denn klar ist auch, dass es miteinander besser geht, oder wie es ein langjähriger Gönner beim Kaci und Glarner Beggäli am Schluss vor der Alphütte sagt: «Etwas Sinnvolleres, als Gönner zu werden für die Alpen und ähnliche Projekte, kann man nicht tun. Da muäs eim kei Füüfer rüüä.»