Fahrplan stimmt

«Wir sind immer noch im Fahrplan», sagt Jakob Beglinger, Leiter der Hauptabteilung Soziales, bezüglich Kantonalisierung des Sozial- und Vormundschaftswesens. Die Personalentscheide sind zu 90 Prozent gefällt.



Auch die Kaderstellen sind besetzt (von links): Jakob Beglinger
Auch die Kaderstellen sind besetzt (von links): Jakob Beglinger

Das Versprechen, wonach alle bisherigen Mitarbeitenden mit Anstellungsverträgen bei den Gemeinden übernommen würden, konnte eingehalten werden. Dies schafft grosse Vorteile bei der Übernahme von Fällen und führt auch für die Klienten in der Sozialhilfe zu einer hilfreichen Kontinuität. Sämtliche Mitarbeitenden werden noch geschult, um eine einheitliche Anwendung der Richtlinien in der Praxis zu gewährleisten. Auch die Kaderstellen sind besetzt: Jakob Beglinger, bisher Leiter des kantonalen Sozialamtes, leitet die Hauptabteilung Soziales. Ihm zur Seite stehen zwei Abteilungsleiter: Willi Hunziker aus Betschwanden, seit Januar 2004 Mitarbeiter beim kantonalen Sozialdienst, führt die Abteilung Soziale Dienste. Und seit 1. August steht Dorine Halder der Abteilung Vormundschaftswesen vor. Die Juristin aus Bühler hat bereits in Glarus Wohnsitz genommen und wird die neue Abteilung aufbauen. Diese Woche erfolgt der Bezug des Kadlerhauses.

Stützpunkte werden eingerichtet

Viel Zeit wurde für die Evaluation der Infrastruktur in den drei Stützpunkten in Näfels, Glarus und Schwanden aufgewendet. Bereits eingerichtet ist der Stützpunkt Glarus Mitte. Als nächstes folgt der Stützpunkt Glarus Süd. Glarus Nord wird zuletzt bezogen. Das Departement Volkswirtschaft und Inneres hat das Grundangebot der Stützpunkte definiert: Sozialhilfe und vormundschaftliche Massnahmen (sprich zivilrechtliche Mandatsführung) gehören zum Angebot aller drei Stützpunkte. Beim Stützpunkt Nord in Näfels werden zusätzlich die Alimentenhilfe, Opferberatung und Bewährungshilfe angesiedelt; dem Stützpunkt Mitte in Glarus obliegt zusätzlich die jugendstrafrechtliche Mandatsführung.

Interne Arbeitsgrundlagen

Auch die internen Papiere für die Umsetzung der Kantonalisierung liegen nun bereit. Verabschiedet sind die Finanzkompetenzordnung, die Bestimmungen für die Umsetzung der SKOS-Richtlinien sowie das Kontroll-Konzept. Die Verfahrensordnung ist ebenfalls bereinigt. Zudem laufen die Abklärungen betreffend Mitglieder der kantonalen Vormundschaftsbehörde. Demnächst soll der Wahlantrag ans Departement erfolgen.

Übergaben ab 2. Oktober

Fazit von Jakob Beglinger: «Wir sind immer noch im Fahrplan und werden die Umsetzung schaffen. Wir planen bereits die Übergaben, die ab 2. Oktober erfolgen werden.» Damit sollte gewährleistet sein, dass die Kantonalisierung des Sozial- und Vormundschaftswesens am 1. Januar 2008 vollzogen ist. Diese gehört zu den zentralen Vorhaben im Rahmen der Gemeindestrukturreform «GL 2011: 3 starke Gemeinden – 1 wettbewerbsfähiger Kanton».