Fahrtwetter besser als 1388

Am Donnerstag findet die traditionelle Näfelser Fahrt statt. Diese erinnert an die Schlacht bei Näfels am 9. April 1388. Bei garstigstem Wetter besiegten damals 400 Glarner das Heer der Habsburger. 2013 wird es nicht ganz so schlimm. Es hat zwar viele Wolken, es bleibt aber doch meist trocken, und mit Glück schaltet sich noch der Föhn ein.



Auch in der Fahrtwoche erleben wir kein eigentliches Frühlingserwachen. (Archivbild: ehuber)
Auch in der Fahrtwoche erleben wir kein eigentliches Frühlingserwachen. (Archivbild: ehuber)

Seit Wochen ist es im Glarnerland meist grau und kalt und abgesehen vom Ostermontag war auch das Osterfest zwischen Bilten und Elm meteorologisch gesehen ein Flopp!

Es kann eigentlich nur besser werden


Auch in der Fahrtwoche erleben wir kein eigentliches Frühlingserwachen trotz sonnigem Wochenstart. Bereits am Mittwoch hat es wieder viele Wolken. Auch am Donnerstagmorgen um 07.15 Uhr geht es grau los, es sollte aber trocken sein. Allerdings ist es kalt mit Temperaturen um den Gefrierpunkt. Die Marschkolonne wird also im eigenen Interesse ein zügiges Tempo anschlagen.

Hoffen auf Frau Landesstatthalterin


Gegen 09.00 Uhr trifft die militärische Ehrenformation im Schneisingen ein. Nach der Fanfare, vorgetragen von der Harmoniemusik Näfels, spricht die Glarner Landesstatthalterin Marianne Dürst Benedetti zur Fahrtsgemeinde. Aus meteorologischer Sicht ein gutes Omen, denn in ihrer Zeit als Frau Landammann gab es immer viel Sonnenschein an den Glarner Festtagen. Nicht anders war es an der Fahrt 2010 als Marianne Dürst Benedetti ans Rednerpult trat. Mit etwas Glück sorgt der leichte Südwind in der Höhe auch dieses Jahr für ein paar Aufhellungen.

Armeechef und Bischof im Gleichschritt

Vom Schneisingen geht es auf den Fahrtplatz weiter. Es bleibt frisch bei Temperaturen um 5 Grad. Kein Problem für Ehrengast, Armeechef, Korpskommandant André Blattmann, der sich mit jedem Wetter auskennt. Als Ehrengast ist dieses Jahr auch der St. Galler Bischof Markus Büchel dabei, der seit Beginn des Jahres Präsident der Schweizer Bischofskonferenz ist. Auch der Glarner Landammann Dr. Andrea Bettiga wird bei diesen Temperaturen kaum ins Schwitzen kommen.

Frischer Jahrmarkt

Nach der Fahrtspredigt von Generalvikar Dr. Josef Annen geht es zum Denkmal weiter. Danach endet die Fahrt bei meist dicken Wolken, aber voraussichtlich trockenem Wetter in der Pfarrkirche Näfels. Am Nachmittag auf dem Jahrmarkt ist dicke Kleidung sicher nicht fehl am Platz. Bei Höchsttemperaturen um 8 Grad geht es auch am Nachmittag kühl weiter. Es sollte aber bis am späteren Abend weiterhin trocken bleiben.

1388 in jeder Beziehung schlimmer

Richtiges Frühlingswetter sieht im Glarnerland anders aus, dennoch ist das Wetter deutlich freundlicher als während der Schlacht im Jahre 1388. Damals tappten die österreichischen Krieger am Fusse des Rautiberges durch Nebel und Matsch in die Glarner Falle und gemäss den alten Chroniken soll sogar Schneegestöber mit im Spiel gewesen sein. Das war aber auch nötig, denn ohne Schlamm und Dreck wäre der Kampf gegen die habsburgische Übermacht wohl kaum zu gewinnen gewesen sein.