Faktor Mensch im Zeichen der Digitalisierung

Der 4. Glarner Innovationsapéro befasste sich mit dem aktuellen Thema der Cyberkriminalität. Sonja Stirnimann informierte über diese zunehmenden Straftaten und gab Tipps wie man sich davor schützen kann.




Cyberkriminalität ist ein weltweites Phänomen, das weder an Landesgrenzen noch vor verschlossenen Türen Halt macht. Sie kann überall stattfinden, wo Menschen Computer, Smartphones und andere IT-Geräte benutzen – in Firmen, Behörden, Universitäten, zu Hause und unterwegs. Straftaten, bei denen die Täter moderne Informationstechnik nutzen, werden zunächst ganz allgemein als Cyberkriminalität (engl. cybercrime) bezeichnet. Cyberkriminalität ist zum Beispiel ein Betrugsversuch, der das potenzielle Opfer via E-Mail statt per Post erreicht.

Viele Cyberangriffe sind Interne

Christian Zehnder von der Kontaktstelle für Wirtschaft eröffnete den gutbesuchten Anlass in Glarus, der von der Glarner Handelskammer, dem Gewerbeverband des Kantons Glarus und NüGlarus.ch mitgetragen worden ist. Die diplomierte Wirtschaftsprüferin Sonja Stirnimann stellte zu Beginn fest, dass die Straftaten im Internet ständig steigen. «Wir haben fast täglich Cyberangriffe», erklärte sie und fuhr fort, dass 60 Prozent der Cyberangriffe intern begangen werden. Die Cyberangriffe erfolgen aus verschiedenen Motiven: Rache, finanzieller Profit, Neugier und Ruhm.

FraudAidKit einrichten

Die Referentin erwähnte neben den Top 10 der Risiken auch folgende Erfolgsfaktoren, um Risiken zu erkennen: Adaptionsfähigkeit (Anpassungsfähigkeit), Risiko-Intelligenz, Unabhängigkeit. Risiko-Intelligenz beinhalte Integrität, Risikotoleranz und professionelle Skepsis. Das Risiko, im Ernstfall nicht adäquat zu reagieren, hat weitreichende Konsequenzen – insbesondere auf die Reputation eines Unternehmens. Die Inhaberin der Firma Structuul AG empfahl am Schluss allen Firmen und KMUs ein sogenanntes FraudAidKit: Ein massgeschneiderter «Erste-Hilfe-Koffer» zur Reputationssicherung gegen wirtschaftskriminelle Ereignisse mit individuelle Checklisten und Konzepten für die Ereignisbewältigung im Ernstfall.
*Pressebericht der Glarner Handelskammer